Dieser Artikel gehört zum Thema Japan zwischen Tempeln, Metropolen und Vulkanen.
Bevor die Gondel über den Kamm gleitet, bekommen Sie ein feuchtes Tuch, das Sie sich bei Bedarf vor Mund und Nase halten. Dann öffnet sich unter Ihrer Kabine Owakudani, das „Große kochende Tal“ oberhalb von Hakone: ein Kessel aus gelbem und weißem Gestein, aus dem an vielen Stellen Dampf aufsteigt. Dazwischen ragen graue, kahle Stämme auf, Bäume, die nach dem kleinen Ausbruch von 2015 abgestorben sind, und die Luft riecht nach Schwefel. An klaren Tagen sehen Sie hinter all dem, weit im Westnordwesten, einen ebenmäßigen Kegel mit weißer Kappe. Er wirkt, als gehöre er zu diesem Tal. Doch der Fuji ist ein eigener Vulkan, rund 30 Kilometer entfernt.
Der Fuji und Hakone werden fast immer in einem Atemzug genannt, doch sie sind zwei getrennte Vulkansysteme. Der Fuji ist ein heiliger Berg, ein Ziel von Pilgern und Malern, an dessen Nordfuß fünf Seen liegen. Hakone ist eine Landschaft aus Calderen, weiten Einbruchskesseln eines Vulkans, aus heißen Quellen und einem gestauten See. Und den Fuji bekommen Sie oft gar nicht zu sehen: Im Sommer zeigt er sich nur an wenigen Morgen ganz frei. Warum also an seinen Fuß reisen, wenn Ihnen der Blick auf ihn nicht sicher ist? Die Antwort liegt in dem, was um den Berg herum entstanden ist, und in einem Tal, das bis heute kocht.
Der Hoei-Ausbruch von 1707: Wie der Fuji zuletzt Feuer spie
Am 16. Dezember 1707, kurz vor Mittag, brach der Fuji aus. Nur 49 Tage zuvor hatte das Hoei-Erdbeben weite Teile Japans erschüttert, jetzt stieg eine Säule aus Asche und Lapilli, kleinen Gesteinsbrocken, über dem Berg auf. Der Wind trug die Asche bis nach Edo, dem heutigen Tokio, rund 100 Kilometer entfernt. Dort saß das Shogunat, die Militärregierung, die Japan von 1603 bis 1868 regierte; nach der Stadt heißt diese Epoche Edo-Zeit. Rund 1,7 Milliarden Kubikmeter Asche und Gestein warf der Vulkan aus. Benannt nach der damaligen Hoei-Ära, ist er bis heute der letzte bestätigte Ausbruch des Fuji.
Bis heute legt die Regierung ihrer Vorsorge einen Ausbruch im Ausmaß von 1707 zugrunde, so auch in einem Bericht einer Regierungsarbeitsgruppe von 2020. Der Fuji gilt in Japan deshalb neben aller Schönheit als Naturkraft, der das Land mit Respekt begegnet. Und der Ausbruch veränderte den Glauben: Nach 1707, so die Japanische Nationalbibliothek, gewannen die Fuji-ko großen Zulauf, Pilgerbünde, deren Mitglieder den Berg besänftigen und verehren wollten. Den Spuren dieser Pilger begegnen Sie am Fuß des Berges bis heute.
Fuji-ko, Sengen-Schreine und Seen: Wie aus dem Vulkan ein Pilgerberg wurde
Die Fuji-ko waren eine Laienbewegung der Edo-Zeit. Die Bewegung berief sich auf den Asketen Hasegawa Kakugyo, der in Hitoana, einer Lavahöhle am Fuß des Berges, gelebt haben soll; die Höhle gehört heute zum Welterbe. Die Bünde schickten Vertreter auf den Gipfel, und unterwegs wohnten diese bei Oshi, Pilgerführern, die sie beherbergten und auf den Aufstieg vorbereiteten. In Kamiyoshida, dem heutigen Fujiyoshida, gab es zur Blüte rund 90 Oshi-Häuser, zwei von ihnen zählen heute zum Welterbe. Wer den Weg nicht machen konnte, stieg in Edo auf einen Fujizuka, einen künstlichen Hügel aus Lavagestein vom Fuji, etwa den Meguro Moto-Fuji von 1812. Wie diese Stadt lebte, erzählt der Guide zu Tokio und der Geschichte Edos.
Ziel der Pilger war eine Gottheit. Am Fuß des Berges und auf seinem Gipfel stehen die Sengen-Schreine, Heiligtümer des Shinto, der einheimischen Religion Japans, die ihre Gottheiten in Bergen, Quellen und anderen Naturerscheinungen verehrt. Geweiht sind die Schreine Konohanasakuya-hime, der Göttin des Fuji. Der Hauptschrein, der Fujisan Hongu Sengen Taisha, liegt in Fujinomiya im Südwesten; landesweit gibt es rund 1.300 Sengen-Schreine. Auf der Nordseite beginnt am Kitaguchi Hongu Fuji Sengen Jinja in Fujiyoshida der alte Pilgerweg, der heutige Yoshida-Weg. Der innere Schrein, Okumiya genannt, steht auf dem Gipfel selbst. Frauen blieb der Gipfel bis 1872 offiziell verwehrt; als erste belegte Besteigerin kam Tatsu Takayama 1832 hinauf, verkleidet als Mann.
In Oshino quillt kaltes, klares Wasser aus acht Teichen: Regen, der auf den Fuji gefallen ist und an seinem Fuß als Grundwasser wieder zutage tritt. Hier und an den fünf Seen am Nordfuß, den Fuji-Seen, reinigten sich die Pilger der Fuji-ko vor dem Aufstieg mit kaltem Wasser, ein Ritual namens Mizugori. Viele von ihnen gingen dazu den Hakkai-meguri, einen Rundweg zu acht Gewässern am Fuß des Berges, zu denen die fünf Seen gehörten. Auch deshalb zählen heute alle fünf Seen und die acht Teiche von Oshino Hakkai zum Welterbe. Am Kawaguchi-See, an dessen Ufer der Ort Kawaguchiko liegt, sehen Sie den Berg an klaren Morgen direkt über dem Wasser stehen. Bei einer Übernachtung dort wohnen Sie mitten in der Landschaft, durch die die Pilger zum Gipfel zogen.
Shahab Kamali, der Gründer von Signature Kollection Travel, hat diesen Gedanken in einen Satz gefasst. „Den Mount Fuji zu besteigen, ist keine reine Outdoor-Aktivität. Es ist ein Ritual, ein Pilgerweg“, schreibt er in seinem Reisebericht aus Japan über die Fahrt im Juni von Tokio Richtung Fuji und Hakone. Von einer eigenen Besteigung erzählt er nicht, und um den Berg zu verstehen, müssen Sie ihn nicht bezwingen. Auf derselben Fahrt machte Shahab Kamali in einem botanischen Garten an einem See, dessen Namen sein Bericht nicht nennt, Halt und probierte dort zum ersten Mal ein Eis aus Magnolie und Lavendel, „ein kleines, unerwartetes Detail, das mir bis heute in Erinnerung geblieben ist“.
Die zweite Hälfte des Welterbe-Titels, „Quelle künstlerischer Inspiration“, führt zu den Malern, die den Berg seit dem 14. Jahrhundert immer wieder dargestellt haben. Am stärksten wirkte der Holzschnittmeister Katsushika Hokusai: Um 1830 bis 1832 schuf er seine Folge „36 Ansichten des Berges Fuji“, die er später auf 46 Blätter erweiterte. Diese Blätter haben, so die UNESCO, die westliche Kunst des 19. Jahrhunderts tief beeinflusst und die Form des Fuji in aller Welt bekannt gemacht. Der Berg erscheint darin oft klein im Hintergrund, hinter Menschen bei ihrer Arbeit, und genau so begegnet er auch Ihnen heute auf der Reise.
Den Fuji sieht man oft nicht: Wolken, Jahreszeiten und der Blick aus der Ferne
Um acht Uhr morgens notiert die Stadt Fuji an seinem Südfuß, ob der Gipfel zu sehen ist, seit Mai 1990, jeden Tag, dazu um zwölf und um sechzehn Uhr. Im langjährigen Mittel zeigt sich der Berg zur ersten dieser Stunden im Dezember an etwa 19 Tagen ganz frei, im Januar an 18, im November an 16. Im Sommer kehrt sich das Bild um: Im Juni sind es etwa vier Tage, im Juli drei, im August fünf. Wolken und Dunst nehmen im Lauf des Tages zu, und so gehört der Morgen dem Berg. Für Ihren Blick auf den Fuji heißt das: Setzen Sie auf den Winter und auf die ersten Stunden des Tages.
Manchmal zeigt er sich dort, wo Sie ihn nicht erwarten. Als Shahab Kamali in Tokio seine Suite im 38. Stock seines Hotels betrat, zog es seinen Blick sofort zu den bodentiefen Fenstern. „Vor mir lag die Skyline von Tokyo, der Kaiserpalast und weit über der Stadt erhob sich der schneebedeckte Mount Fuji. Ein Anblick, den ich niemals vergessen werde.“ Einige Tage später fuhr er von Odawara bei Hakone zum ersten Mal mit dem Shinkansen, dem japanischen Hochgeschwindigkeitszug. „Unser Weg führte vorbei am Mount Fuji in Richtung Nagoya“, schreibt er. Auf der Fahrt Richtung Westen liegt der Berg rechts von Ihnen. Ab Tokio sehen Sie ihn nach etwa 40 bis 45 Minuten rund um den Bahnhof Shin-Fuji, ab Odawara deutlich früher.

Hakone: Ein eigener Vulkan, ein gestauter See und das Tal, das kocht
Eine Landschaft, die auch ohne den Fuji trägt, liegt rund 30 Kilometer weiter östlich: Hakone. Am frühen Morgen sind Sie am Ufer des Ashi-Sees nicht allein: Die ersten Besucher warten schon auf ein Foto vor dem roten Torii, dem Tor, das im Shinto den Eingang zu einem heiligen Bezirk markiert. Dieses steht im Wasser, vor dem Zedernwald des Hakone-Schreins, und heißt Friedens-Torii, weil es 1952 im Gedenken an den Friedensvertrag nach dem Zweiten Weltkrieg errichtet wurde. Der Schrein ist älter: Nach der Überlieferung errichtete der Wanderasket Mangan 757 hier am Ufer einen Schrein für die Gottheiten der Berge, die in der Gegend schon lange verehrt wurden. Die Legende erzählt, er habe auch den neunköpfigen Drachen des Sees gebändigt, dem heute ein eigener Nebenschrein gewidmet ist. Im 12. Jahrhundert wurde Minamoto no Yoritomo, der Begründer des ersten Shogunats, Förderer des Schreins.
Der See ist das Werk des Vulkans. Vor rund 3.000 Jahren rutschte nach einer Dampfexplosion die Nordwestflanke des Kamiyama ab, eines Vulkankegels im Innern von Hakone, und staute das Tal des Flusses Hayakawa. In Owakudani zeigt der Vulkan bis heute, dass er lebt: Magma in der Tiefe erhitzt Dampf und Gase, die durch den Boden nach oben dringen. Von hier beziehen viele Häuser in Gora und Sengokuhara das Wasser ihrer Onsen, der heißen Quellen, an denen in Japan gebadet wird. Steigen Sie dort am Abend ins Bad, kommt die Wärme oft aus diesem Tal. Mehr dazu im Guide zu Ryokan und Onsen in Japan.
Wie lebendig der Untergrund ist, erlebte Hakone 2015. Nach einer kleinen phreatischen Eruption, einer Dampfexplosion ohne frisches Magma, hob die japanische Wetterbehörde die Warnstufe am 30. Juni auf 3 ihrer fünfstufigen Skala; erst im November sank sie wieder auf 1. Die Seilbahn fuhr erst ab Juli 2016 wieder auf ganzer Strecke, und die toten Bäume im Talgrund hat das Schwefeldioxid jenes Jahres absterben lassen. Am Rand des Tals werden Eier im Thermalwasser gekocht. Eisen aus dem Wasser reagiert mit Schwefelwasserstoff zu schwarzem Eisensulfid, das die Schale färbt. Essen Sie ein solches Kuro-tamago, schenkt es Ihnen, so verspricht die Legende, sieben zusätzliche Lebensjahre. Für Shahab Kamali fügte sich all das zu einem Bild: „Der Hakone-Schrein am Ufer des Ashi-Sees, die vulkanische Landschaft von Ōwakudani und die traditionellen Onsen spiegeln auf ganz besondere Weise die enge Verbindung zwischen Natur und Spiritualität wider.“
Sekisho, Tokaido und Bergbahn: Wie Hakone vom Durchgang zum Ziel wurde
Am Ufer des Sees, hinter hohen Holzpalisaden, blicken Sie in eine Wachstube, in der Figuren von Beamten in Gewändern der Edo-Zeit sitzen. Die Figuren erinnern an den Hakone Sekisho, eine Kontrollstation, die das Shogunat 1619 am Tokaido, der Fernstraße zwischen Edo und der Kaiserstadt Kyoto, einrichtete und die bis 1868 bestand. Für das ganze Netz der Kontrollposten galt die Formel „Gewehre hinein, Frauen hinaus“: Feuerwaffen auf dem Weg nach Edo konnten einen Aufstand ankündigen. In Hakone aber galt die Aufmerksamkeit vor allem den Frauen, die Edo verließen. Unter ihnen konnten Angehörige der Daimyo sein, der regionalen Fürsten, deren Familien in Edo leben mussten und dort als Pfand für deren Treue galten. 2007 wurde die Anlage originalgetreu wieder aufgebaut, und so gehen Sie heute durch die Kontrollstation wie einst die Reisenden auf dem Tokaido.
Aus dem Durchgangsort wurde ein Ziel, als die Eisenbahn kam. Am 1. Juni 1919 nahm die Hakone-Tozan-Bahn den Betrieb zwischen Hakone-Yumoto und dem Bergort Gora auf. Die Bahn überwindet bis zu 80 Promille Steigung, also acht Meter Höhe auf hundert Meter Strecke, ohne Zahnrad, allein über die Reibung der Räder auf der Schiene. Wo der Hang zu steil wird, fährt sie in drei Spitzkehren hinauf: Der Zug hält, der Fahrer wechselt ans andere Ende, und die Bahn fährt in umgekehrter Richtung weiter bergauf. Im Juni und Juli blühen entlang der Strecke Tausende Hortensien, so nah an den Gleisen, dass sie fast Ihr Fenster streifen.
Ein halbes Jahrhundert später kam die Kunst. Am 1. August 1969 eröffnete das Hakone Open-Air Museum, das als erstes Freilichtmuseum Japans gilt, mit Skulpturen auf weiten Wiesen; 1984 kam ein Picasso-Pavillon hinzu. 2002 folgte das Pola Museum of Art, 2013 das Okada Museum of Art. Damit haben Sie in Hakone auch an Regentagen ein Programm, wenn sich weder der Fuji noch das Tal von Owakudani zeigt.
Die Fuji-Besteigung: Ein Pilgerweg mit festen Regeln
In den Stunden vor Sonnenaufgang zieht sich eine Kette aus Stirnlampen den dunklen Hang hinauf. Haben Sie in einer der Berghütten übernachtet, sind Sie ein Teil davon: Die meisten Lichter gehören Hüttengästen, die am Vortag ein Stück aufgestiegen sind und nun zum Goraiko, dem Sonnenaufgang, auf dem Gipfel sein wollen. Unten an der 5. Station des Yoshida-Wegs, dem Ausgangspunkt des Aufstiegs, öffnet um drei Uhr das Tor, das seit 14 Uhr nur Hüttengäste passieren durften. Für Sie bleibt die Besteigung eine anspruchsvolle Bergtour in dünner, kalter Luft.
2026 waren der Yoshida-Weg im Norden und der Subashiri-Weg ab 1. Juli geöffnet, Fujinomiya und Gotemba im Süden ab 10. Juli, alle bis 10. September; den Beginn bestimmt jedes Jahr der Schnee. Auf allen vier Routen wird seit 2025 eine Gebühr fällig. Den Yoshida-Weg dürfen höchstens 4.000 Menschen am Tag betreten, Hüttengäste ausgenommen. Den Aufstieg durch die Nacht ohne Hüttenübernachtung, „Bullet climbing“ genannt, haben die Behörden untersagt. Für Ihren Sonnenaufgang auf dem Gipfel gehört die Nacht in der Berghütte also fest dazu. Die Präfekturen Yamanashi und Shizuoka legen die Bedingungen für jede Saison neu fest und geben die Termine für 2027 im Frühjahr bekannt.
Kawaguchiko oder Hakone: Was geht, was nicht
Vor einer Japanreise stellt sich Ihnen oft die Frage, ob Sie am Kawaguchi-See übernachten oder in Hakone, wo Ryokan, traditionelle japanische Gasthäuser, mit heißen Quellen dicht beieinanderliegen. Beide an einem Tag abzuhaken, planen wir nicht; jede Region bekommt bei uns mindestens eine Nacht. Wie groß der Andrang auf der Nordseite inzwischen ist, zeigt Fujiyoshida. Im Februar 2026 sagte die Stadt ihr Kirschblütenfest im Arakurayama-Sengen-Park ab, wo die fünfstöckige Chureito-Pagode über der Stadt steht; zuvor waren jedes Frühjahr mehr als 200.000 Menschen zu dem Hang gekommen. Für Ihre Reise heißt das: Den Blick auf den Fuji planen wir für den frühen Morgen und, wo möglich, außerhalb der Kirschblüte.
| Thema | Kawaguchi-See (Nordseite) | Hakone |
|---|---|---|
| Fuji-Blick | direkt über den See, am besten morgens im Winter | aus der Ferne, etwa aus der Seilbahn Richtung Ashi-See |
| Welterbe | alle fünf Seen, Kitaguchi Hongu Fuji Sengen Jinja, Oshi-Häuser in Fujiyoshida, Oshino Hakkai | kein Bestandteil |
| Geschichte | Fuji-ko, Oshi, Sengen-Schreine | Tokaido, Sekisho, Hakone-Schrein |
So planen wir Fuji und Hakone in eine Japanreise
Hakone ist für uns der Ort, an dem eine Japanreise zur Ruhe kommt. Auf unserer zwölftägigen Rundreise von Tokio bis Osaka bringt Sie ein privater Wagen nach Hakone; Sie stehen vor dem Torii des Hakone-Schreins, gehen durch den Sekisho, besuchen das Open-Air Museum und schweben über Owakudani. Gewohnt wird zwei Nächte im Gora Kadan, einem Ryokan auf dem Gelände der früheren Sommervilla der Prinzenfamilie Kan’in-no-miya, einer Nebenlinie des Kaiserhauses. Sie wohnen in einer Kadan Suite mit Tatami, Futon und Panorama-Bad aus Holz, mit Halbpension. Danach geht es in der Green Class, der ersten Klasse des Shinkansen, nach Kyoto, mit dem Fuji rechts, wenn er sich zeigt.

Einen anderen Weg nimmt unser Kulturpfad über Hakone nach Ise, eine Reise von 17 Tagen. Er beginnt mit drei Nächten im Aman Tokyo, aus dessen Suite Shahab Kamali den Fuji sah. In Hakone wohnen Sie zwei Nächte im Espacio The Hakone Geihinkan, in einem Musubi Room mit Bad unter freiem Himmel und eigenem Tauchbecken. Dazu kommen das Enoura Observatory in Odawara, eine Anlage des Künstlers Hiroshi Sugimoto mit Blick über die Sagami-Bucht und bei klarem Wetter auf den Fuji, das Okada Museum und Owakudani. Danach bringt Sie der Shinkansen am Fuji vorbei nach Nagoya und weiter nach Ise-Shima ins Amanemu an der Ago-Bucht. Von dort besuchen Sie den Inneren Schrein von Ise, von dem der Guide zu Ise, Nara und Koyasan erzählt. Shahab Kamali hat dieselbe Strecke genommen.

Die Seenregion am Nordfuß des Fuji ist in keiner der beiden Reisen enthalten. Wir fügen sie auf Ihren Wunsch als eigene Etappe ein, am liebsten im Spätherbst oder Winter, mit mindestens einer Nacht, damit der frühe Morgen am See möglich wird. Wie sich Fuji und Hakone mit Tokio, Kyoto und den Schreinen von Ise zu einer Route fügen, zeigt unsere Übersicht zur Japanreise.
Ob sich der Fuji zeigt, entscheidet das Wetter, und manchmal erscheint er dort, wo Sie nicht mit ihm rechnen: über Tokio, vor dem Zugfenster, hinter einem Tal voller Dampf. Suchen Sie ihn nur als Fotomotiv, verpassen Sie ihn vielleicht. Wissen Sie, was er bedeutet, finden Sie ihn überall wieder, in einem Schrein, einem Pilgerhaus, einem Holzschnitt. Eine Reise hierher ist nicht die Jagd nach einem Blick, sondern ein Ankommen an einem Berg, den Japan seit Jahrhunderten verehrt.
Ihre Etappe an Fuji und Hakone
Wir planen mit Ihnen, ob Hakone, die Seen am Fuß des Fuji oder beides zu Ihrer Reise passt, wählen das Haus mit dem passenden Bad und legen die Tage so, dass der frühe Morgen und der Nachmittag im Onsen Raum bekommen.
Häufige Fragen zu Fuji und Hakone
Wann sieht man den Fuji am besten?
Die besten Chancen haben Sie von November bis Januar und am frühen Morgen. Nach den Aufzeichnungen der Stadt Fuji ist der Gipfel um 8 Uhr im Dezember an etwa 19 Tagen ganz frei zu sehen, im Juli nur an etwa drei.
Welche Regeln gelten für die Fuji-Besteigung und wann ist der Berg geöffnet?
Den Aufstieg reservieren Sie vorab online, auf allen vier Routen wird eine Gebühr fällig; auf dem Yoshida-Weg gilt ein Tageslimit von 4.000 Personen, und den Aufstieg durch die Nacht ohne Hüttenübernachtung haben die Behörden untersagt. 2026 waren Yoshida- und Subashiri-Weg vom 1. Juli, Fujinomiya- und Gotemba-Weg vom 10. Juli bis 10. September geöffnet. Die Termine für 2027 geben die Präfekturen Yamanashi und Shizuoka im Frühjahr bekannt.
Kawaguchiko oder Hakone: Wo übernachtet man besser?
Am Kawaguchi-See wohnen Sie nah am Fuji und an den Welterbe-Orten des Berges. In Hakone erwarten Sie Ryokan, Onsen, Kunst und die Geschichte des Tokaido; den Fuji sehen Sie dort nur aus der Distanz.
Fährt die Seilbahn nach Owakudani?
Ja, die Seilbahn bringt Sie von Sounzan über Owakudani bis nach Togendai am Ashi-See. In den Wintermonaten ruhen einzelne Abschnitte für einige Wochen wegen Wartung; ob an Ihrem Reisetag alle Abschnitte fahren, zeigen die Betriebshinweise von Hakone Navi.
Auf welcher Seite sieht man den Fuji aus dem Shinkansen?
Auf der Fahrt von Tokio Richtung Kyoto sitzen Sie dafür rechts, in der normalen Klasse auf Platz E, in der Green Class auf Platz D. Der Berg erscheint etwa 40 bis 45 Minuten nach der Abfahrt in Tokio rund um den Bahnhof Shin-Fuji; steigen Sie in Odawara zu, entsprechend früher.



