Durch die großen Fenster der Lodge reicht der Blick über den Lago Sarmiento bis zu den Bergtürmen des Paine-Massivs im Süden Chiles. Hier plante unsere Travel Designerin Anja Sterker, die sonst viel in Afrika unterwegs ist, mit dem Guide Sebastian ihre Tage in Patagonien. Sebastian stellt in der Lodge die Ausflüge zusammen und weiß, welche Touren gerade möglich sind und was das Wetter zulässt. Ganz oben auf ihrer Liste standen, so schreibt sie in ihrem Reisebericht, zwei Wünsche: „Pumas sehen und einem Gletscher nahekommen.“ Dazu kam ein dritter, leiserer Wunsch: genug Zeit für das Haus selbst. Gemeinsam verteilten die beiden die Tage so, dass alles darin Platz fand. Die Puma-Mutter mit ihren zwei Jungen stand dann schon am ersten Nachmittag neben der Straße. Genau so beginnt auch Ihre Rundreise: bei den Wünschen, die auf keinen Fall fehlen dürfen.
Eine individuell geplante Rundreise ist eine Reise mit mehreren Stationen, deren Route, Unterkünfte, Führungen und Transfers für bestimmte Reisende zusammengestellt werden, statt aus einem festen Programm zu stammen. Für Sie heißt das: Möchten Sie Ihre Rundreise individuell planen lassen, übernimmt meist ein Reiseveranstalter diese Arbeit, entwirft aus Ihren Wünschen, Ihrer Reisezeit und Ihrem Tempo einen Reiseverlauf, bucht ihn und verantwortet ihn als Ganzes. Was in Patagonien im Kleinen geschah – Wünsche hören, Möglichkeiten prüfen, Zeit verteilen –, geschieht bei einer solchen Planung für Ihre ganze Reise, über Länder, Klimazonen und Wochen hinweg und lange bevor Sie die erste Tasche packen.
Gruppe, Paket, Baustein oder nach Maß: Was eine individuell geplante Rundreise ausmacht
Eine Gruppenreise folgt einem Programm, das feststeht, bevor sich die Mitreisenden kennenlernen. Termin, Route, Hotels und Tagesablauf gelten für alle, eine Reiseleitung führt die Gruppe von Ort zu Ort, und mit der Anmeldung nehmen Sie das Programm so, wie es ausgeschrieben ist. Das klassische Urlaubspaket aus dem Katalog funktioniert ähnlich, nur ohne Gruppe: Flug, Hotel und Transfer sind fertig gebündelt und werden vielen Reisenden in gleicher Form angeboten. Beide Formen haben ihre Berechtigung, denn sie nehmen Ihnen Entscheidungen ab, lassen sich leicht vergleichen und verlangen wenig Vorbereitung. Was sie nicht leisten, ist eine Reise, die bei Ihnen selbst beginnt.
Die Bausteinreise liegt zwischen dem fertigen Paket und der Reise nach Maß. Bei ihr setzen Sie Ihre Reise aus Modulen zusammen, die ein Anbieter bereithält: drei Nächte in diesem Hotel, ein Mietwagen für jene Strecke, ein Ausflug, der als Zusatz im Katalog steht. Das schafft Spielraum, doch der Spielraum endet dort, wo der Katalog endet. Eine individuell geplante Rundreise beginnt am anderen Ende. Am Anfang stehen Fragen an Sie: was Sie sehen, erleben und vermeiden möchten, in welchem Tempo Sie unterwegs sein wollen und welche Art von Haus zu Ihnen passt. Erst daraus entsteht eine Route. Shahab Kamali, Gründer des Münchner Reiseveranstalters Signature Kollection Travel, hat über seine eigene Japanreise geschrieben: „Es ging mir nicht darum, Sehenswürdigkeiten abzuhaken oder die bekannten Fotomotive der touristischen Hotspots zu sammeln. Ich wollte in dieses Land eintauchen.“
Stellt ein Reiseveranstalter eine Rundreise aus Unterkünften, Transfers und weiteren Reiseleistungen nach Ihren Wünschen zusammen und bietet sie als Ganzes an, ist sie rechtlich eine Pauschalreise im Sinne von § 651a des Bürgerlichen Gesetzbuchs, auch wenn sie mit einer Katalogreise nichts gemein hat. Das Gesetz zählt ausdrücklich auch Reisen dazu, deren Leistungen auf Wunsch der Reisenden zusammengestellt wurden. Für Sie bedeutet das vor allem eines: Der Reiseveranstalter ist für Ihre gesamte Reise verantwortlich, für jede Unterkunft, jeden Transfer und jede Führung, die er für Sie zusammengestellt hat.
Vom Erstgespräch bis zur Rückkehr: Wie die Planung einer Rundreise nach Maß abläuft
Die Planung Ihrer individuellen Rundreise beginnt mit einem persönlichen Gespräch. Am Telefon oder digital sprechen Sie über Ihre Wünsche, Reiseziele und Interessen, über den Stil, in dem Sie unterwegs sein möchten, und ebenso über das, was nicht passt: zu viele Hotelwechsel, zu frühes Aufstehen, zu dichtes Programm. Ein festes Ziel brauchen Sie dafür nicht. Oft steht am Anfang nur ein Gefühl, der Wunsch nach Ruhe, nach Weite oder nach einer fremden Kultur.
Aus dem Erstgespräch entsteht Ihr Reisekonzept: eine Route mit Stationen, Nächten und Wegen, dazu Vorschläge für Unterkünfte und für das, was an jedem Ort geschehen soll. Dieses Konzept ist ein Entwurf, den Sie besprechen, umstellen und verfeinern, bis er für Sie stimmt. Danach folgt die Detailarbeit, von der Sie wenig sehen: Verfügbarkeiten prüfen, Zimmer und Lagen auswählen, private Transfers und Inlandsflüge aufeinander abstimmen, Guides anfragen und Begegnungen vorbereiten, die sich nicht spontan einrichten lassen.
Gebucht wird eine individuell geplante Rundreise erst, wenn Sie dem Reisekonzept zustimmen. Bis dahin bleibt jede Etappe beweglich: Eine Unterkunft lässt sich tauschen, eine Station streichen, ein Tag anders füllen, ganz nach Ihren Wünschen. Mit der Buchung wird aus dem Entwurf Ihre feste Reise, deren Unterkünfte, Transfers und Führungen reserviert sind.
Mit der Abreise endet die Planung einer individuellen Rundreise nicht. Unterwegs übernehmen Partner im Reiseland, Guides und Gastgeber, was vor Ort zu tun ist, und in der Heimat bleiben Ihre festen Ansprechpartner bis zu Ihrer Rückkehr erreichbar. Anja Sterkers Abstimmung mit Sebastian zeigt, wie beides ineinandergreift: Die Grundlinie der Reise stand fest, und vor Ort blieb Raum, die einzelnen Tage nach Wetter und Wunsch zu gestalten.
Von der Reisezeit bis zu den Ortswechseln: Welche Entscheidungen eine Rundreise prägen
Die Reisezeit ist die erste Entscheidung jeder Rundreise, und sie wirkt auf alle anderen: Von ihr hängt ab, welche Landschaft Sie erleben, wie voll Orte und Häuser sind und welche Wege Ihnen überhaupt offenstehen. In der Hochsaison sind kleine Häuser oft lange im Voraus belegt, an bekannten Orten ist viel los, und manche Erlebnisse lassen sich nur noch mit Glück einrichten. Reisen Sie etwa im Frühsommer durch Japan, zwischen den Hochsaisons der Kirschblüte im Frühjahr und der Laubfärbung im Spätherbst, gewinnen Sie Ruhe und nehmen dafür in weiten Teilen des Landes die Regenzeit in Kauf, in der sich der Fuji oft hinter Wolken verbirgt. Genau diese Abwägung zwischen Ruhe und Wetter gehört in Ihre Planung. Wie sich Japans Jahreszeiten auf eine Reise auswirken, beschreibt unser Guide Japan zwischen Tempeln, Metropolen und Vulkanen.
Neben der Reisezeit prägt die Wahl der Unterkünfte und Gastgeber Ihre Rundreise: wo Sie wohnen und bei wem. Ein großes Haus mit mehreren Restaurants und eigenem Spa ergibt eine andere Reise als eine Lodge mit wenigen Zimmern, in der das Personal Sie nach zwei Tagen kennt. Shahab Kamali hat das nach seiner Chile-Reise so zusammengefasst: „Denn nicht jeder Gast sucht dasselbe: Manche schätzen ein großes Haus mit ausgeprägtem Servicekonzept, andere die Nähe eines kleinen Hotels mit individueller Handschrift.“ Zum Haus gehören die Menschen, die es führen. Ein Guide wie Sebastian prägt die Tage in Patagonien stärker als jede Zimmerkategorie. Gastgeber in diesem Sinn sind auch die Partner vor Ort, die Begegnungen vermitteln, die Sie allein nicht arrangieren könnten.
Wie sehr Gastgeber und Partner vor Ort eine Reise prägen, zeigte sich bei Pucón im Süden Chiles. Über die Gemeindeprojekte des Lodgebetreibers durften Shahab Kamali und Anja Sterker eine Familie der Mapuche besuchen, der indigenen Bevölkerung Südchiles, nach Shahab Kamalis Worten „ein Zugang, der Reisenden normalerweise nicht offensteht“. Eineinhalb Stunden saßen sie mit ihrer Gastgeberin Doña Rosario und deren Mann am offenen Feuer der traditionellen Hütte und hörten von ihrer Familie und davon, wie sich das Leben der Mapuche über Generationen verändert hat. Danach wurde Brot in der heißen Asche gebacken und noch warm serviert. Begegnungen wie diese entstehen aus Beziehungen, die eine Incoming-Agentur oder ein Gastgeber über Jahre aufgebaut hat. Wünschen Sie sich eine solche Begegnung, gehört sie deshalb früh in Ihre Planung, angefragt mit Respekt und mit Vorlauf.

Zwischen den Stationen einer Rundreise liegen Wege, und sie entscheiden darüber, wie sich eine Reise anfühlt. Von München nach Santiago war Anja Sterker nach eigenen Worten „mehr als 20 Stunden unterwegs“. Deshalb legte sie zuerst eine Nacht in der chilenischen Hauptstadt ein, bevor sie nach Süden weiterflog. Von Santiago brauchte sie nach ihren Angaben noch rund dreieinhalb Stunden Flug bis Puerto Natales und etwa eine Stunde mit dem Auto bis zur Lodge. Solche Etappen lassen sich nicht wegplanen, wohl aber klug legen: eine Nacht zum Ankommen nach dem Langstreckenflug, ein Inlandsflug dort, wo die Fahrt einen ganzen Tag dauern würde, eine Fahrt am Nachmittag, damit der Morgen für die Landschaft frei bleibt. Gut gelegte Wege verteilen die Kräfte Ihrer Reise so, dass die Tage, für die Sie gekommen sind, nicht im Auto vergehen.
Die Zahl der Ortswechsel wird bei der Planung einer Rundreise leicht unterschätzt. Bei jedem Wechsel packen Sie, fahren und kommen neu an, und an jeder neuen Station brauchen Sie Zeit, bis Sie sich zurechtfinden. Bei nur zwei Nächten bleibt Ihnen zwischen Ankunft und Abreise ein einziger voller Tag. Shahab Kamali zieht aus Chile den Schluss: „Jede Region hat ihren eigenen Rhythmus, und genau deshalb lohnt es sich, sie nicht im Eiltempo, sondern mit ausreichend Zeit zu verbinden.“ Eine gute Route verzichtet deshalb lieber auf eine Station, als jede nur zu streifen.
Privat geführt, Kleingruppe oder Selbstfahrer: Welche Reiseform zu welcher Rundreise passt
Auf einer privat geführten Rundreise sind Guide und Fahrer nur für Sie und Ihre Mitreisenden da. Der Tag richtet sich nach Ihrem Tempo, Ihre Fragen haben Platz, und ein Umweg ist kein Problem. Anja Sterker hat diese Form in Patagonien bei einem Ausritt erlebt: „Wir waren nur zu dritt unterwegs: der Gaucho, mein Guide und ich.“ Weil sie kein Spanisch spricht, übersetzte ihr Guide, und so konnte sie dem Gaucho, einem der berittenen Viehhirten Patagoniens, Fragen zu seinem Alltag stellen. Ein Privatguide ist in solchen Momenten mehr als ein Begleiter, er vermittelt zwischen Ihnen und dem Land. Auch Shahab Kamalis Japanreise begann so. Nach der Landung in Tokio und der Passkontrolle, schreibt er, „wartete mein Fahrer bereits am Ausgang“, und die Reise lief vom ersten Moment an in seinem eigenen Takt.
Auf einer Kleingruppenreise teilen Sie Guide, Fahrzeug und Programm mit einigen anderen Reisenden. Termine und Route stehen fest, die Gruppe ist aber klein genug für Gespräche und für Orte, an die große Busse nicht kommen. Diese Form passt zu Ihnen, wenn Sie gern in Gesellschaft reisen und eine erprobte Route schätzen. An Grenzen stößt sie dort, wo Ihre Reise auf eigene Wünsche zugeschnitten sein soll. Ein zusätzlicher Tag am Lieblingsort, ein späterer Start nach einer kurzen Nacht oder ein Abstecher zu einem Weingut lassen sich in einer Gruppe nur schwer einrichten. Möchten Sie einzelne Tage geführt und andere frei gestalten, finden Sie in einer individuell geplanten Reise beides.
Eine Selbstfahrerreise gibt die größte Freiheit und verlangt unterwegs die meiste eigene Arbeit. Mit dem Mietwagen fahren Sie die Strecken zwischen den gebuchten Unterkünften selbst, halten, wo Sie möchten, und bestimmen das Tempo jeden Tag neu. Navigation, Tankstopps und Zeitplan liegen dafür in Ihrer Hand. Gut geeignet ist diese Form dort, wo Straßen gut ausgebaut, Entfernungen überschaubar und Unterkünfte leicht erreichbar sind. Wo lange Schotterpisten, abgelegene Regionen oder Tierbeobachtung den Tag bestimmen, ist dagegen das Wissen eines Guides der eigentliche Gewinn. Oft passt eine Mischung am besten: Einige Etappen fahren Sie selbst, an anderen Orten sind Sie mit Guide unterwegs.

Für Safaris in Afrika gilt eine eigene Logik. Viele Camps liegen in Schutzgebieten, in denen Sie mit den Guides des Camps auf Pirschfahrt gehen, also im offenen Geländewagen gezielt nach Tieren suchen, und zwischen den Stationen fliegen Sie oft mit kleinen Flugzeugen. Hier bestimmt der Guide des Camps die Reiseform: Er kennt die Reviere der Tiere, liest Spuren und richtet jede Pirschfahrt nach dem, was sich gerade zeigt. Geplant werden deshalb vor allem die Camps, die Zahl der Nächte in jedem von ihnen und die Wege dazwischen, während der Tag selbst in den Händen des Guides liegt. Einen Überblick über Safariziele von der Serengeti über das Okavango-Delta bis Namibia gibt der Guide Afrika-Safaris in Serengeti, Okavango und Namibia.
Vorlauf und Reisedauer: Wann die Planung einer Rundreise beginnt und wie viele Nächte eine Station braucht
Mit der Planung Ihrer individuellen Rundreise beginnen Sie am besten drei bis sechs Monate vor der Abreise. Bei komplexen Routen oder besonders gefragten Zielen ist in manchen Fällen etwa ein Jahr sinnvoll, für bestimmte Luxuskreuzfahrten sogar bis zu zwei Jahre. Kurzfristige Reisen lassen sich in Einzelfällen einrichten, wenn Verfügbarkeit und Logistik es zulassen, dann bestimmt allerdings das freie Angebot stärker, wie Ihre Reise aussieht. Der Grund für den Vorlauf liegt in der Knappheit dessen, was eine solche Reise ausmacht. Kleine Lodges haben wenige Zimmer, gute Privatguides sind in der Hochsaison früh vergeben, und manche Erlebnisse sind von Behörden begrenzt.
Wie streng Behörden den Zugang begrenzen können, zeigt der Volcanoes-Nationalpark in Ruanda, wo die Genehmigungen für den Besuch bei den Berggorillas knapp und an ein Datum gebunden sind. Zieht es Sie dorthin, entsteht die übrige Route um diesen einen Tag herum. In kleinerem Maßstab gilt dasselbe für kleine Häuser in gefragten Monaten und für Züge oder Inlandsflüge, die in der gewünschten Klasse nur wenige Plätze haben.
Wie lange Ihre Rundreise dauern sollte, folgt aus den Nächten, die jede Station braucht, und manche Orte verlangen mehr als das Minimum. In der Atacama-Wüste im Norden Chiles kommt die Höhe hinzu. „Viele Ausflüge führen auf über 3.000 Meter, deshalb lohnt es sich, dem Körper Zeit zur Gewöhnung zu geben“, schreibt Shahab Kamali, und er empfiehlt dort „mindestens drei bis vier Nächte“. Auch das Haus selbst will Zeit. Anja Sterker hat in Patagonien die ruhigen Stunden in der Lodge so geschätzt, dass sie festhält: „Beim nächsten Mal würde ich deshalb wieder bewusst Zeit für das Hotel einplanen.“

Wie viele Tage einzelne Ziele brauchen, behandeln eigene Travel Guides: für Safaris von Tansania bis Namibia der Artikel Wie viele Tage braucht eine Safari in Afrika?, für Athen, den Peloponnes und die Inseln der Artikel Wie viel Zeit braucht eine Griechenland-Rundreise? Beide rechnen mit den Nächten je Station und mit vollen Tagen dazwischen. Wo ein Ort mehr verlangt, entscheidet oft eine einzige zusätzliche Nacht darüber, ob er für Sie zur Etappe oder zum Aufenthalt wird.
Für wen sich eine individuell geplante Rundreise eignet, vom Jubiläum bis zur Reise mit drei Generationen
Eine individuell geplante Rundreise spielt ihre Stärken dort aus, wo eine Reise mehr tragen soll als Erholung. Häufig steht ein Anlass dahinter: ein Jubiläum, ein Neuanfang oder eine lang ersehnte Auszeit, manchmal ein Heiratsantrag oder eine kleine Feier an einem besonderen Ort. Ebenso passt sie zu Ihnen, wenn Sie schon viel gesehen haben und keine Route mehr suchen, die andere vor Ihnen genauso gefahren sind. Reisen Sie allein, planen Sie anders als ein Paar, und eine Familie mit kleinen Kindern braucht ein anderes Tempo als eine mit Jugendlichen. Reisen über mehrere Generationen verlangen den größten Spielraum, mit ruhigen Nachmittagen für die einen, Ausflügen für die anderen und Wegen, die niemanden überfordern. Auch eine längere Auszeit gewinnt durch Planung, weil Wochen unterwegs einen Rhythmus brauchen, der nicht ermüdet.
Eine individuell geplante Rundreise ist nicht für jede Reise der richtige Weg. Reisen Sie gern in Gesellschaft Gleichgesinnter und möchten die Organisation ganz abgeben, ohne über einzelne Entscheidungen nachzudenken, sind Sie in einer guten Gruppenreise oft besser aufgehoben. Für eine Woche am selben Strand brauchen Sie vor allem ein gutes Hotel, eine Route mit mehreren Stationen wäre dort Aufwand ohne Gewinn.
Auch der Weg zur Reise ist eine Frage der Passung. Ein Reisebüro berät persönlich und überblickt die Angebote vieler Veranstalter, ein Online-Portal ist schnell und übersichtlich, wenn Flug und Hotel schon feststehen. Mit eigener Recherche gestalten Sie jedes Detail nach eigenem Geschmack. Ein Spezialveranstalter für Reisen nach Maß bringt Ortskenntnis mit, oft aus eigenen Reisen, und fügt Route, Unterkünfte und Transfers zu einem Reisekonzept aus einem Guss, mit einer festen Ansprechperson für Ihre ganze Reise. Wie sich die vier Wege in Beratung, Ortskenntnis und Begleitung unterwegs unterscheiden und welcher zu Ihnen passt, vergleicht unser Artikel Reisebüro oder Reiseveranstalter, Online-Portal oder selbst planen?
So plant Signature Kollection Travel Ihre Rundreise: Erfahrung aus erster Hand und Zeit zum Ankommen
Eine Luxusrundreise nach Maß beginnt bei Signature Kollection Travel, dem Reiseveranstalter aus München, mit einem persönlichen Gespräch, aus dem ein eigenes Reisekonzept entsteht. Feste Ansprechpartner begleiten Ihre Reise von der ersten Idee bis zu Ihrer Rückkehr, und unterwegs stehen Ihnen unsere Partner vor Ort zur Seite. Wie wir über das Reisen denken, beschreibt unsere Philosophie.
Shahab Kamali arbeitet seit fast 20 Jahren in der Reisebranche und hatte Reisen nach Chile über Jahre für seine Gäste geplant, bevor er das Land selbst bereiste. Sein Reisebericht trägt deshalb den Untertitel „Ein Land, das ich jahrelang nur für andere geplant hatte“, und darin steht der Satz: „Und doch ist es etwas völlig anderes, ein Land aus Erzählungen und Reiseprogrammen zu kennen, als es selbst zu erleben.“ Anja Sterker verbrachte vor der gemeinsamen Weiterreise einige Tage in Patagonien und erzählt in ihrem Bericht aus dem Tierra Patagonia von Pumas, Gletschern und ruhigen Stunden im Haus. Von seiner Japanreise berichtet Shahab Kamali in Meine Rundreise durch Japan, von der Ankunft im Aman Tokyo bis zur Nacht im Tempel auf dem Koyasan.

Unsere Rundreisen verstehen sich als Vorschläge, deren Etappen sich an Ihre Wünsche anpassen lassen. Die Reise Chile erleben: Vom Licht der Atacama bis zum Blau Patagoniens verbindet die Atacama, Santiago, den Nationalpark Torres del Paine und das Seengebiet im Süden. Dort liegt bei Pucón das andBeyond Vira Vira, eine Lodge des Unternehmens andBeyond, das auch Safari-Lodges in Afrika führt. Ihre Küche überraschte Shahab Kamali noch einmal, nachdem ihn schon die Küche im Weingut VIK rund 160 Kilometer südlich von Santiago beeindruckt hatte. Müsste er sich entscheiden, bekäme Vira Vira, so schreibt er, „einen kleinen persönlichen Vorsprung“. Landschaften, Regionen und Reisezeiten Chiles beschreibt unsere Seite zur Reise nach Chile.
In Japan zeigen zwei unserer Routen, wie unterschiedlich Ihre Rundreise durch dasselbe Land aussehen kann. Die kompakte Japanreise konzentriert sich auf vier Stationen: Tokio, Hakone, Kyoto und Osaka. Der Kulturpfad über Hakone, Ise und den Koyasan fügt Ise, Nara und den Koyasan hinzu und folgt in weiten Teilen Shahab Kamalis eigener Route. Einen Überblick über das Land gibt die Seite zur Reise nach Japan.
In Afrika verbindet unsere Rundreise durch Namibia sechs Regionen zwischen dem NamibRand-Naturreservat im Süden und dem Etosha-Nationalpark im Norden per Kleinflugzeug, mehr dazu auf der Seite zur Reise nach Namibia. Möchten Sie die Berggorillas mit der Serengeti und dem Indischen Ozean verbinden, finden Sie in unserer Reise durch Ruanda und Tansania eine passende Route. Ganz auf Ruanda konzentriert sich die Reise Auf den Spuren der Berggorillas im Volcanoes Nationalpark von Ruanda mit zwei geführten Treks zu Berggorillas und Goldmeerkatzen. Bei beiden Routen bestimmen die knappen Genehmigungen und Zimmer den Termin, um den herum die übrige Reise geplant wird. Hintergründe zum Land bietet die Seite zur Reise nach Ruanda. Wie unterschiedlich Rundreisen nach Maß aussehen können, zeigen auf anderen Kontinenten Australiens Farben vom roten Uluru zum türkisblauen Great Barrier Reef, eine Route zwischen Wüste und Riff, und die Sri-Lanka-Rundreise zwischen Tee, Tempeln und Tropen.
In Patagonien erfüllte sich einer von Anja Sterkers größten Wünschen schon am ersten Nachmittag, und die übrigen Tage hatten trotzdem Raum für den Grey-Gletscher, den Ausritt mit dem Gaucho und den Sonnenuntergang im beheizten Pool der Lodge. Ihr Fazit klingt wie der Anfang der nächsten Planung: „Ich wäre gerne noch länger geblieben.“ Dabei lagen mit der Weinregion, der Atacama-Wüste und dem Seengebiet um Pucón noch drei Etappen vor ihr. Genau dort setzen wir an, wenn wir mit Ihnen eine Rundreise planen: bei dem, was auf keinen Fall fehlen darf, und bei der Zeit, die jeder Ort braucht.
Ihre Rundreise, individuell geplant
Stellen Sie uns unverbindlich Ihre Anfrage: Erzählen Sie uns, wohin es Sie zieht, wie viel Zeit Sie haben und welche zwei, drei Erlebnisse Ihre Reise tragen sollen. Wir hören zu, entwerfen eine Route mit Zeit für jeden Ort und stimmen sie so lange mit Ihnen ab, bis sie zu Ihnen passt.
Häufige Fragen zur individuellen Planung einer Rundreise
Was bedeutet es, eine Rundreise individuell planen zu lassen?
Eine Rundreise individuell planen zu lassen heißt, dass ein Reiseveranstalter Route, Unterkünfte, Führungen und Transfers nach Ihren Wünschen zusammenstellt. Grundlage ist ein persönliches Gespräch über Ihre Ziele und Interessen, Ihr Tempo und Ihren Reisestil. Gebucht wird die Reise als Ganzes, und der Reiseveranstalter ist für Ihre gesamte Reise verantwortlich.
Ist eine individuell geplante Rundreise eine Pauschalreise?
Eine individuell geplante Rundreise ist eine Pauschalreise, wenn ein Reiseveranstalter sie aus Unterkünften, Transfers und weiteren Reiseleistungen zusammenstellt und als Ganzes anbietet. Nach § 651a BGB gilt das ausdrücklich auch dann, wenn die Leistungen auf Wunsch der Reisenden zusammengestellt wurden. Was sie von einer Katalogreise unterscheidet, ist der Zuschnitt: Route, Unterkünfte und Tempo entstehen aus Ihren Wünschen.
Wie läuft die Planung einer individuellen Rundreise ab?
Die Planung einer individuellen Rundreise verläuft in sechs Schritten: Erstgespräch, Reisekonzept, Ausarbeitung der Details, Buchung, Reiseunterlagen vor der Abreise und Betreuung unterwegs. Das Konzept wird so lange angepasst, bis es für Sie stimmt, erst danach wird gebucht. Auch unterwegs endet die Planung nicht: Vor Ort sind Guides und Gastgeber für Sie da, und wer Ihre Reise geplant hat, bleibt bis zu Ihrer Rückkehr ansprechbar.
Wie lange im Voraus sollte man eine Rundreise planen lassen?
Für Ihre individuell geplante Rundreise sind drei bis sechs Monate Vorlauf ein guter Rahmen. Komplexe Routen oder sehr gefragte Ziele brauchen in manchen Fällen etwa ein Jahr, bestimmte Luxuskreuzfahrten bis zu zwei Jahre. Auch kurzfristig lässt sich manches einrichten, dann bestimmt aber das freie Angebot Ihre Route.
Muss ich schon ein Reiseziel haben, bevor ich anfrage?
Ein festes Reiseziel brauchen Sie für die Anfrage nicht. Viele Reisende beginnen mit einem Wunsch, etwa nach Ruhe, Weite, Tierbeobachtung oder einer fremden Kultur. Im Gespräch ergeben sich daraus Ziele, die zu Ihrem Wunsch passen, und die Reisezeit, in der sie sich am besten zeigen.
Privat geführt, Kleingruppe oder Selbstfahrer: Was passt besser?
Eine privat geführte Rundreise passt, wenn für Sie Erklärungen, Sprache oder Tierbeobachtung im Vordergrund stehen oder das Gelände anspruchsvoll ist. Eine Kleingruppe eignet sich, wenn Sie Gesellschaft mögen und feste Termine Sie nicht stören. Selbst zu fahren passt in Ländern mit gut ausgebauten Straßen und überschaubaren Entfernungen. Oft ist eine Mischung sinnvoll: Auf einigen Etappen sitzen Sie selbst am Steuer, auf anderen begleitet Sie ein Guide.
Wie viele Stationen sollte eine Rundreise haben?
Eine Rundreise sollte so wenige Stationen wie möglich und so viele wie nötig haben. Jeder Ortswechsel braucht Zeit für Packen und Fahrt, und mit weniger als zwei Nächten bleibt Ihnen an einem Ort kein voller Tag. Wie viele Nächte einzelne Ziele brauchen, behandeln die Travel Guides zur Reisedauer für Safaris in Afrika und für Griechenland.



