Luxus-Flusskreuzfahrt zwischen Burgen am Rhein und Regenwald am Amazonas

Blick durch Weinreben auf eine Kleinstadt an einem Fluss mit Brücke, darüber bewaldete Hügel und eine Burgruine.
Inhaltsverzeichnis

Dieser Artikel gehört zum Thema Luxuskreuzfahrten im Überblick.

Langsam schiebt sich Ihr Flussschiff in die Schleusenkammer von Hilpoltstein am Main-Donau-Kanal, bis der Bug fast das untere Tor erreicht. Die Kammer ist zwölf Meter breit, und ein Schiff mit der zulässigen Höchstbreite lässt zu beiden Seiten kaum dreißig Zentimeter Wasser. Hinter dem Heck schließt sich das obere Tor. Dann fließt das Wasser ab, zuerst in drei Sparbecken, die terrassenförmig neben der Kammer liegen, und mit dem Wasserspiegel sinkt das Schiff, bis zu 1,7 Meter in der Minute. Vom Deck aus sehen Sie die nassen Mauern an der Bordwand emporwachsen, bis Sie fast 25 Meter tiefer stehen als zuvor. Erst dann öffnet sich vorn das Tor, und die Fahrt geht weiter nach Norden, in Richtung Main und Rhein. Kammern wie dieser verdankt das Schiff seine Form.

Auf einer Flusskreuzfahrt bleibt das Ufer immer in Sichtweite, und Landgänge folgen dicht aufeinander; in Europa bestimmen Schleusen und Brücken die Maße eines Flussschiffs. Im Amazonas wird das Flussschiff zum Expeditionsschiff für wenige Gäste, und kleine Boote tragen Sie von dort in den Regenwald. Eine Luxus-Flusskreuzfahrt kann deshalb zwei sehr verschiedene Reisen meinen. Auf Rhein und Donau reisen Sie durch alte Kulturlandschaften, in denen Burgen, Klöster, Städte und Weinberge am Ufer vorbeiziehen. Im Tiefland Perus fahren Sie in Seitenarme und überflutete Wälder, in denen der Wasserstand den Tag bestimmt. Gemeinsam ist beiden, dass der Fluss den Weg vorgibt, das Tempo und Ihren Blick.

Auf einer Luxus-Flusskreuzfahrt verschwindet das Land nie

Auf dem Fluss verschwindet das Land nie. Zu beiden Seiten ziehen Uferwege, Dörfer, Weinberge und Wälder vorbei, nah genug, dass Sie die Kirchtürme zählen und den Menschen am Ufer zusehen können. Ein Flusskreuzfahrtschiff ist ein Kabinenschiff, also ein Flussschiff mit Kabinen, auf dem die Gäste mehrere Tage reisen und übernachten, anders als auf einem Ausflugsschiff, das nach einigen Stunden wieder anlegt. Es funktioniert wie ein Hotel, das sich durch eine Landschaft bewegt: Sie packen einmal aus und erwachen an verschiedenen Orten, ohne das offene Meer je zu sehen. Wie nah das Ziel eines Landgangs liegen kann, zeigt Passau, wo Inn und Ilz in die Donau münden. Dort liegen die meisten Länden für Kabinenschiffe direkt an der Altstadt, deren Gassen Sie von dort zu Fuß erreichen. Ihr Landgang beginnt mit den ersten Schritten über den Steg.

Auf hoher See verläuft eine Reise in einem anderen Rhythmus. Zwischen zwei Häfen liegen dort oft ganze Tage ohne Land in Sicht, und wo ein Hochseeschiff nicht am Kai festmachen kann, ankert es vor der Küste und bringt Sie mit kleinen Booten an Land. Auch die Größe unterscheidet sich. Auf dem Meer reisen Luxusschiffe mit einigen Hundert Gästen ebenso wie Großschiffe mit mehreren Tausend, und jede Größe prägt die Reise auf eigene Weise, wie unser Travel Guide zur Wahl zwischen kleinem und großem Schiff zeigt. Auf dem Fluss setzen dagegen die Wasserstraßen selbst die Grenzen, mit ihren Schleusen, Brücken und Wassertiefen. Das Schiff ist immer zwischen zwei Ufern unterwegs, und jede Biegung des Flusses öffnet Ihnen einen anderen Blick.

Was eine Luxus-Flusskreuzfahrt ausmacht, legt kein geschützter Begriff fest. Erkennbar wird es an Dingen, die sich beschreiben lassen: an der Größe der Kabinen und Suiten, an der Zahl der Crewmitglieder, die sich um Sie kümmern, an der Küche und an der Art, wie Landgänge geführt werden. Auf dem Fluss zählt dabei vor allem die Zeit an Land. Weil die Orte dicht aufeinander folgen, entscheidet die Planung, ob Ihr Tag Raum für ein Kloster, ein Weingut und einen Spaziergang am Ufer lässt oder nur für einen kurzen Blick. Großzügig ist eine Flussreise, wenn sie Ihnen für die Orte am Ufer so viel Zeit lässt wie für das Leben an Bord.

Eine Kleinstadt mit Kirchturm und baumbestandener Uferpromenade an einem Fluss, darüber eine Burg auf einem bewaldeten Hügel mit Weinbergen.
Burg, Kirchturm, Uferpromenade: An der Mosel, einem Nebenfluss des Rheins, reichen die Orte bis ans Wasser, und gleich hinter der Uferpromenade beginnt die Altstadt.

Schleusen und Brücken geben dem Flussschiff sein Maß

Der Main-Donau-Kanal verbindet über den Main den Rhein mit der Donau und damit Flüsse, die in die Nordsee und ins Schwarze Meer münden. Auf dem Kanal überqueren Sie die europäische Hauptwasserscheide, die Linie, an der sich entscheidet, in welches der beiden Meere ein Regentropfen fließt. Sechzehn Schleusen heben die Schiffe auf dieser Strecke bis zur Scheitelhaltung hinauf und auf der anderen Seite wieder hinab. Die Scheitelhaltung, der höchste Abschnitt des Kanals, liegt zwischen Hilpoltstein und Bachhausen rund 406 Meter über dem Meeresspiegel. Wer die ganze Strecke befahren will, muss in jede dieser Kammern passen, auch in die von Hilpoltstein, die auf 190 Metern Länge nutzbar ist.

Für den Kanal schreibt die Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung deshalb Höchstmaße vor. Ein Schiff darf dort höchstens 11,45 Meter breit sein und als einzelnes Fahrzeug höchstens 135 Meter lang, wenn es dafür ausgerüstet ist, unter anderem mit einem zusätzlichen Antrieb am Bug, der das Manövrieren erleichtert. Ein Flussschiff, das zwischen Rhein und Donau wechseln soll, wird daher lang und schmal gebaut, als schlanker Rumpf, der die Kammer fast bis an die Mauern füllt. Die zweite Grenze liegt über dem Wasser. An der Donau zwischen Kelheim und Regensburg lassen viele Brücken beim höchsten Wasserstand, bei dem noch Schiffe fahren dürfen, nur gut fünf bis gut sieben Meter Durchfahrtshöhe. Flussschiffe sind deshalb niedrig gebaut, mit flachen Aufbauten, die unter den Bögen hindurchpassen.

Wie viele Menschen auf einem solchen Schiff reisen, folgt zum Teil aus diesen Maßen. Die Zentralkommission für die Rheinschifffahrt, die den Verkehr auf dem Rhein regelt und den europäischen Markt der Binnenschifffahrt beobachtet, kommt für die Kabinenschiffe auf Europas Flüssen im Durchschnitt auf rund 150 Betten je Schiff. Die meisten Flusskreuzfahrtgäste in Europa reisen nach ihren Zahlen auf dem Rhein mit seinen Nebenflüssen und auf der Donau. Für Sie heißt das: Ihr Flussschiff bleibt ein überschaubares Haus, dessen Decks Sie schon nach einem Tag kennen. Seine Größe ist die Antwort auf die Kammern und Brücken eines Flusses.

An Rhein und Donau wird die Landschaft selbst zum Ziel

Zwischen Bingen und Rüdesheim im Süden und Koblenz im Norden zieht sich der Rhein auf 65 Kilometern durch ein enges, gewundenes Tal. Auf den Höhen stehen rund 40 Burgen und Festungen, am Ufer reihen sich rund 60 kleine Städte, und an den steilen Hängen wird auf Terrassen Wein angebaut, eine Tradition von mehr als tausend Jahren. Die UNESCO hat das Obere Mittelrheintal als Kulturlandschaft in die Liste des Welterbes aufgenommen. Gewürdigt wird dabei auch, wie stark die schroffe Landschaft mit ihren Burgruinen die Romantik angezogen hat, jene Bewegung, die die Schönheit der Natur für sich entdeckte und den Strom zum Sinnbild einer ganzen Epoche machte. Vom Deck aus erleben Sie das Tal ähnlich wie die Reisenden jener Zeit: als Folge von Bildern, die sich mit jeder Flussbiegung verschieben.

Weiter östlich, in Österreich, fließt die Donau zwischen Melk und Krems durch die Wachau, eine Landschaft, die die UNESCO ebenfalls als Welterbe führt. Am einen Ende thront das Stift Melk über dem Fluss, nahe dem anderen liegt das Stift Göttweig auf seinem Berg gegenüber von Krems, und dazwischen folgen Burgen und Ruinen, kleine Städte und Weindörfer. Die Rebterrassen an den Hängen gehen auf das frühe Mittelalter zurück, als bayerische und Salzburger Klöster hier Weinberge anlegten. Neben dem Wein prägt die Marille das Tal, wie man in Österreich die Aprikose nennt, und im Frühjahr sehen Sie die Bäume an den Hängen blühen. Auf Ihrer Flussreise ist diese Landschaft nicht Kulisse zwischen zwei Anlegestellen, sondern selbst das Ziel.

Dasselbe Prinzip trägt Flussreisen auf anderen Strömen der Welt, etwa auf dem Nil in Ägypten. Dort führt Sie die klassische Flussreise zu den Tempeln am Ufer zwischen Luxor, dem antiken Theben, und Assuan. An all diesen Flüssen sind die Orte am Wasser entstanden, weil der Strom Handelsweg, Lebensader und Verbindung zwischen ihnen war. Am Rhein sind es Burgen und Weinorte, in der Wachau Klöster und Weindörfer, am Nil die Tempel des alten Ägypten. Auf dem Fluss sehen Sie diese Orte aus der Richtung, aus der sie über Jahrhunderte angesteuert wurden.

Wo der Amazonas die einzige Straße ist, beginnt die Flussexpedition

Ganz anders beginnt eine Flussreise im Amazonas-Tiefland Perus. Iquitos, die Stadt am Amazonas, ist nur per Flugzeug oder über den Fluss zu erreichen, und von dort sind es knapp zwei Stunden auf der Straße bis Nauta am Marañón, wo die Straße endet und Sie an Bord gehen. Unweit davon fließen Marañón und Ucayali zum Amazonas zusammen. Zwischen beiden Flüssen liegt die Reserva Nacional Pacaya-Samiria, ein Schutzgebiet von rund 2,08 Millionen Hektar in der Region Loreto, etwa halb so groß wie die Schweiz. In Dörfern am Ufer, im Reservat und an seinem Rand, leben Menschen, deren Alltag dem Fluss folgt. Für ein Schiff ist hier der Fluss die einzige Straße, und für Sie wird er zum Zugang in den Wald.

An Bord eines solchen Schiffs reisen Sie mit wenigen anderen Gästen, und Ihr Tag folgt einem anderen Rhythmus als auf Rhein und Donau. Vom Flussschiff aus fahren Sie mit Skiffs in Seitenarme, Kanäle und Lagunen, meist zu mehreren kurzen Ausflügen am Tag, oft am Morgen und am späten Nachmittag, wenn Vögel und andere Tiere am aktivsten sind. Naturführer lesen das Ufer und zeigen auf Aras in den Baumkronen, auf Brüllaffen und Totenkopfaffen im Geäst, auf Reiher und auf Kaimane am Wasser. Mit etwas Glück sehen Sie Amazonasdelfine auftauchen, die rosafarbenen Flussdelfine, oder eine Seekuh, die man hier Manati nennt. Bei Fahrten in der Dunkelheit leuchten im Lichtkegel der Lampen die Augen der Kaimane auf.

Damit gleicht die Flussexpedition eher einer Expeditionskreuzfahrt als einer Flussreise in Europa. Das Schiff bringt Sie in die Wildnis, und das Programm richtet sich nach Wasser, Wetter und Tieren. Wie Reisen mit Expeditionsteam und kleinen Booten auf dem Meer funktionieren, erklärt der Travel Guide Expeditionskreuzfahrt. Im Amazonas übernehmen die Skiffs, was auf dem Meer die Schlauchboote leisten, und fahren dorthin, wo das Schiff zu groß wäre: in schmale Wasserläufe und an Ufer ohne Anleger. So sind Sie in kleinen Gruppen unterwegs, steigen ohne lange Wege vom Schiff ins Boot, und die Ausflüge richten sich nach dem, was der Tag zeigt.

Merkmal Flussreise in Europa Flussexpedition im Amazonas Luxus-Hochseekreuzfahrt
Gäste im Durchschnitt rund 150 Betten je Kabinenschiff wenige Gäste auf kleinen Schiffen meist einige Hundert
Anlegen an Länden und Anlegestellen am Ufer, in Passau meist direkt an der Altstadt kein Hafen: Skiffs bringen die Gäste in Seitenarme und an Land im Hafen am Kai oder vor Anker mit Booten an Land
Landgang oft zu Fuß von der Anlegestelle geführte Bootsausflüge, bei Niedrigwasser auch Wanderungen im Wald Hafentag mit Ausflug oder auf eigene Faust
Programm Städte, Klöster, Weinbau, Welterbe-Landschaften Naturführung und Tierbeobachtung je nach Reederei Kultur, Natur oder beides
Ufer immer in Sicht Regenwald am Ufer, bei Hochwasser überflutet an Tagen auf See offenes Meer

Hochwasser und Niedrigwasser teilen das Jahr am Amazonas

Im Amazonas bestimmt der Wasserstand, wie eine Reise aussieht. Etwa von Dezember bis Mai ist Hochwasser: Amazonas, Marañón und Ucayali treten über die Ufer, und große Teile von Pacaya-Samiria stehen unter Wasser. Die Flüsse werden breiter, Kanäle und Lagunen öffnen sich, und Sie gleiten im Skiff tief in den überfluteten Wald hinein, zwischen Baumstämmen hindurch, wo in den trockeneren Monaten Waldboden liegt. Der Wald zeigt sich dann von seiner Wasserseite, und Sie sehen ihn aus dem Boot auf Augenhöhe mit den unteren Ästen. Etwa von Juni bis November führen die Flüsse weniger Wasser und ziehen sich in ihre Betten zurück. Dann erkunden Sie den Regenwald auch auf Wanderungen zu Fuß, und diese Monate gelten als gute Zeit für die Vogelbeobachtung.

Im Amazonas hat deshalb jede Jahreszeit ihren eigenen Wald, einmal vom Boot aus gesehen, einmal zu Fuß erlebt. Den Wald vom Wasser aus, im Boot zwischen den Stämmen, erleben Sie in den Monaten des Hochwassers. Mehr Gelegenheit, selbst auf Pfaden zu gehen und Vögel zu beobachten, haben Sie bei Niedrigwasser. Die Monatsangaben beschreiben einen natürlichen Rhythmus, der sich von Jahr zu Jahr leicht verschieben kann. Für Ihre Planung zählt vor allem, welches Gesicht des Flusses Sie sehen möchten und wie gut die Zeit im Tiefland zu den übrigen Stationen Ihrer Reise passt.

Zeitraum (etwa) Wasserstand und Landschaft Unterwegs Besonders
Dezember bis Mai Hochwasser: Die Flüsse treten über die Ufer, große Teile des Reservats stehen unter Wasser Skiff-Fahrten durch Kanäle, Lagunen und den überfluteten Wald der Wald vom Wasser aus, Bootsfahrten zwischen den Bäumen
Juni bis November Niedrigwasser: Die Flüsse führen weniger Wasser, der Waldboden liegt frei Skiff-Ausflüge und Wanderungen im Wald gute Zeit für Vogelbeobachtung

Für Kopfsteinpflaster packen Sie anders als für den Regenwald

Auf einer Flussreise in Europa folgen die Landgänge dicht aufeinander, und viele Wege führen über Kopfsteinpflaster, Treppen und steile Pfade zu Burgen und Klöstern. Packen Sie deshalb bequeme, eingelaufene Schuhe ein und einen kleinen Rucksack für Wasser, Sonnenschutz und eine Jacke. Für Europas Flüsse genügt Kleidung, wie Sie sie für eine Städtereise wählen würden, dazu eine winddichte Schicht für das Sonnendeck, auf dem der Fahrtwind zu spüren ist. Wenn Sie die Welterbe-Landschaften gern vom Deck aus verfolgen, nehmen Sie ein Fernglas mit: Burgen auf den Höhen und Klöster über dem Fluss rücken damit nah heran.

Für den Amazonas packen Sie anders, denn dort spielt sich der Tag im Boot und am Ufer ab. Leichte, lange Kleidung in gedeckten Farben schützt vor Sonne und Insekten, eine leichte Regenjacke hält tropische Schauer ab, und Schuhe, die nass werden dürfen, erleichtern das Aussteigen an Ufern ohne Steg. Im Skiff sitzen Sie dicht über dem Wasser, und ein paar Spritzer gehören zu jeder Fahrt. Auch hier holt Ihnen ein Fernglas nah heran, was sich hoch oben in den Baumkronen zeigt.

Wir verbinden die Pure Amazon mit den Anden Perus

Für die Flussexpedition im peruanischen Amazonas planen wir mit der Pure Amazon, einem Flussschiff mit zehn Suiten und zwei Einzelkabinen für höchstens 22 Gäste. Auf jeden Gast kommt etwa ein Crewmitglied. Die Skiffs fahren mit dem Schiff, sodass Ihre Ausflüge in die Seitenarme von Pacaya-Samiria direkt von Bord aus beginnen, begleitet von Naturführern. Weitere Schiffe für Reisen auf dem Wasser, vom Expeditionsschiff bis zur Segelyacht, finden Sie in unserer Übersicht der Kreuzfahrten.

Ihren ganzen Sinn entfaltet die Flussreise als Teil einer Reise durch Peru. In unserer Peru-Rundreise über Amazonien und Machu Picchu ist die Pure Amazon eine Etappe: Die Anreise führt über Iquitos, an Bord gehen Sie in Nauta am Marañón. Nach den Tagen auf dem Fluss fliegen Sie in die Anden, ins Heilige Tal der Inka, nach Machu Picchu und nach Cusco. Von dort fährt ein Zug über das Hochland am Titicacasee, bevor Ihre Reise im Colca Canyon und in Arequipa ausklingt. Warum die Route nach dem Regenwald zuerst ins Heilige Tal und erst dann nach Cusco führt und wie sich Schiff und Landreise allgemein verbinden lassen, erklärt der Travel Guide Kreuzfahrt und Rundreise kombinieren. Was Peru darüber hinaus bietet, zeigt unsere Seite zur Reise nach Peru.

Ein kleines Motorboot mit Reisenden in Schwimmwesten fährt in der Abenddämmerung über einen breiten Fluss, dahinter ein mehrstöckiges Flussschiff vor flachem Waldufer.
Rückkehr im Skiff zur Pure Amazon: Das Schiff bleibt auf dem Strom, die kleinen Boote fahren in die Seitenarme und Lagunen des Reservats.

Weil Signature Kollection Travel Reiseveranstalter ist, erhalten Sie die ganze Peru-Reise aus einer Hand. Dazu gehören die Flussreise, die Flüge und die Tage in den Anden, vom ersten Tag in Lima bis zum letzten in Arequipa. Die Natur Südamerikas vom Meer aus erleben Sie auf einer verwandten Reise, unserer Ecuador-Rundreise mit Quito, Mashpi und den Galápagos, an deren Ende eine Yacht für zwölf Gäste durch den Nationalpark der Inseln fährt. Auch dort bringen kleine Boote Sie an Land, und zugelassene Naturführer begleiten jeden Landgang auf den Inseln.

Am Main-Donau-Kanal sinken Sie in der Kammer von Hilpoltstein mit dem Schiff fast 25 Meter, und sein ganzer Rumpf ist darauf gebaut, in diese Kammer zu passen. Im Amazonas gibt es keine Schleuse. Dort hebt und senkt sich der Fluss selbst, im Wechsel von Hochwasser und Niedrigwasser, und mit ihm verändert sich Ihre Reise: einmal im Boot zwischen den Bäumen, einmal zu Fuß auf dem Waldboden. Welches dieser beiden Gesichter Sie sehen möchten, entscheidet über die Monate, in denen Sie reisen.

Den Amazonas im Boot oder zu Fuß erleben

Ob im Boot durch den überfluteten Wald oder zu Fuß auf den Pfaden der trockeneren Monate: Sagen Sie uns, wie Sie den Amazonas erleben möchten und was in Peru davor oder danach Platz haben soll. Als Reiseveranstalter verbinden wir den Regenwald und die Anden zu einer Reise aus einer Hand und entwickeln den Verlauf gemeinsam mit Ihnen. Jede Reise wird individuell kalkuliert.

Ihre Luxusreise persönlich anfragen

Häufige Fragen zur Luxus-Flusskreuzfahrt

Was ist der Unterschied zwischen einer Fluss- und einer Hochseekreuzfahrt?

Eine Flusskreuzfahrt führt über Flüsse und Kanäle, das Ufer bleibt immer in Sichtweite, und die Landgänge folgen dicht aufeinander. Auf einer Hochseekreuzfahrt fahren Sie über das offene Meer, oft mit ganzen Tagen auf See zwischen zwei Häfen. In Europa geben Schleusen und Brücken die Maße der Flussschiffe vor, die deshalb lang, schmal und niedrig gebaut sind. Auf dem Meer reisen dagegen Schiffe aller Größen, von der Yacht für zwölf Gäste bis zum Großschiff mit mehreren Tausend Gästen.

Wie viele Gäste reisen auf einem Flussschiff?

Die Kabinenschiffe auf Europas Flüssen bieten nach Zahlen der Zentralkommission für die Rheinschifffahrt im Durchschnitt rund 150 Betten. Ihre Größe ist durch Schleusen und Brücken begrenzt; auf dem Main-Donau-Kanal dürfen Schiffe zum Beispiel höchstens 11,45 Meter breit sein. Auf einer Flussexpedition im Amazonas teilen Sie ein kleines Schiff mit wenigen anderen Gästen.

Was ist eine Flussexpedition?

Eine Flussexpedition ist eine Flussreise in entlegene Natur, bei der das Schiff als Basis dient und kleine Motorboote, sogenannte Skiffs, die Gäste in Seitenarme, Kanäle und Lagunen bringen. Im peruanischen Amazonas führen solche Reisen in die Reserva Nacional Pacaya-Samiria zwischen Marañón und Ucayali. Naturführer begleiten Sie auf den Ausflügen, meist mehreren kurzen am Tag, oft am Morgen und am späten Nachmittag.

Wann ist die beste Reisezeit für den Amazonas in Peru?

Der Amazonas in Peru hat zwei Reisezeiten mit eigenem Reiz. Bei Hochwasser, etwa von Dezember bis Mai, stehen große Teile des Reservats Pacaya-Samiria unter Wasser, und Bootsfahrten führen Sie tief in den überfluteten Wald. Bei Niedrigwasser, etwa von Juni bis November, erkunden Sie den Wald auch auf Wanderungen, und die Monate gelten als gute Zeit für die Vogelbeobachtung.

Lässt sich eine Amazonas-Flussreise mit Machu Picchu verbinden?

Eine Amazonas-Flussreise in Peru lässt sich gut mit Machu Picchu verbinden. Die Anreise führt per Flug nach Iquitos und auf der Straße weiter nach Nauta am Marañón, wo die Flussreise beginnt. Vom Tiefland bringt Sie ein Flug in die Anden, wo zuerst das Heilige Tal mit Machu Picchu und anschließend Cusco auf dem Weg liegen. Wie Schiff und Landreise allgemein zusammenpassen, erklärt der Travel Guide Kreuzfahrt und Rundreise kombinieren.

Wo legt ein Flussschiff an?

Ein Flussschiff legt an Anlegestellen am Ufer an, die an der Donau oft Länden heißen. Wo sie liegen, hängt vom Ort ab. In Passau liegen die meisten Anlegestellen für Kabinenschiffe direkt an der Altstadt, die Sie von dort zu Fuß erreichen. Im Amazonas gibt es solche Anleger meist nicht: Dort bringen Skiffs Sie vom Schiff in Seitenarme und an Land.

Bilder zum Travel Guide:

Bild von Sandro
Sandro
beschäftigt sich mit der Frage, was eine Reise persönlich wertvoll macht. Für Signature Kollection Travel schreibt er über besondere Orte, ihre Gastgeber und die Geschichten dahinter. Sein Augenmerk gilt den Details, die den Charakter eines Ortes ausmachen und eine Reise prägen.

Passende Themen zum Travel Guide:

Peru von Lima über Amazonien und Machu Picchu bis zum Titicacahochland entdecken

Stand 7. November 2026

  • Titelbild – Weinberge über einer Kleinstadt am Fluss: Adobe Stock
  • Kleinstadt am Fluss mit Burg und Weinbergen: Adobe Stock
  • Beiboot vor der Pure Amazon auf dem Fluss: Tom Griffiths – A&K Sanctuary, Pure Amazon