Dieser Artikel gehört zum Thema Luxuskreuzfahrten im Überblick.
Hundert. Mehr Gäste eines Schiffs stehen an einer Landestelle der Antarktis nie zur selben Zeit an Land. Wie diese Zahl aussieht, erleben Sie an einer Küste ohne Steg und ohne Pier: Ihr Schiff liegt draußen in der Bucht, Schlauchboote pendeln zum Ufer, und das Brummen ihrer Motoren trägt weit über das kalte Wasser. Mit einer Handvoll anderer Gäste in Schwimmwesten steigen Sie aus dem Boot auf knirschenden Kies und Schnee. Am Strand stehen die Guides verteilt, einer dort, wo die Boote anlegen, ein anderer weiter oben, wo ein Pfad den Hang hinaufführt. Ein Teil der Gäste ist mit Ihnen an Land, der andere wartet an Bord auf die nächste Fahrt. So folgt auf einer Expeditionskreuzfahrt ein Landgang auf den anderen, Boot für Boot, und am Ufer wird es nie voll.
Eine Expeditionskreuzfahrt ist eine Schiffsreise in entlegene Natur, bei der ein Expeditionsteam das Programm nach Wetter, Eis und Tieren plant und die Gäste mit Schlauchbooten an Land bringt, oft dort, wo es keinen Hafen gibt. Für Sie bedeutet das: Sie betreten auch Küsten, an denen kein Schiff anlegen kann. In der Antarktis gehen nach den Besucherrichtlinien des Antarktisvertrags und den Regeln der IAATO nur Gäste von Schiffen mit höchstens 500 Passagieren an Land, höchstens 100 gleichzeitig an einer Landestelle. Hinter diesen Zahlen steht ein Prinzip, das jede Expedition prägt, von der Antarktischen Halbinsel bis zu den Galápagos-Inseln: Das Ziel bestimmt die Reise, und das Schiff ist das Mittel, um dorthin zu kommen. Darin unterscheidet sich die Expedition von der Hochseekreuzfahrt im Luxussegment, deren Rhythmus Häfen, Küche und Leben an Bord bestimmen; wie sich die Arten von Luxuskreuzfahrten unterscheiden, zeigt der Überblick über die Kreuzfahrtarten.
An einer Landestelle der Antarktis stehen höchstens hundert Gäste zugleich
Bevor das erste Schlauchboot ablegt und Sie übersetzen, prüft das Expeditionsteam die Bedingungen an der Landestelle. Wie viele Menschen anschließend gleichzeitig mit Ihnen am Ufer stehen, folgt festen Zahlen. Anlandungen bieten nur Schiffe mit höchstens 500 Passagieren an, und an jeder Landestelle liegt zur selben Zeit nur ein einziges Schiff; dafür stimmen die Mitglieder der IAATO ihre Besuche über ein gemeinsames Planungssystem untereinander ab. An Land kommt auf je 20 Gäste mindestens ein Guide, der die Gruppe führt. Guides, Expeditionsleitung und die Crew, die beim Anlanden hilft, zählen bei den hundert nicht mit, die Zahl gilt allein für die Besucher. An manchen Landestellen legen eigene Richtlinien noch kleinere Gruppen oder mehr Guides fest.
Aus der Gästezahl eines Schiffs ergibt sich deshalb, wie Ihr Tag an Land abläuft. Die IAATO teilt die Schiffe in Größenklassen ein: Gäste von Booten mit höchstens zwölf Plätzen und von Schiffen mit 13 bis 200 oder mit 201 bis 500 Passagieren gehen an Land. Auf einem Schiff mit mehr als 500 Passagieren erleben Sie die Antarktis auf einer Fahrt ohne Anlandung, auf Englisch „cruise only“, und sehen Eis, Küste und Tiere vom Deck aus. Sind mehr als hundert Gäste an Bord, setzen die Gruppen nacheinander über. Wie viele Gruppen übersetzen und wie lange jede bleibt, plant die Expeditionsleitung für jede Landestelle, so haben Sie mit Ihrer Gruppe eine eigene Zeit an Land.
Die Regeln geben Ihrem Tag an Land eine klare Form. Die Landestelle gehört für diese Zeit einem einzigen Schiff, und Ihr Guide hat eine Gruppe vor sich, die er überblicken kann. Zugleich schonen dieselben Zahlen die Orte, um derentwillen Sie reisen, denn wo nie mehr als hundert Menschen gleichzeitig stehen, bleibt den Kolonien und Ruheplätzen der Tiere Raum. Was die Zahl der Gäste darüber hinaus an Bord verändert, zeigt der Vergleich einer Kreuzfahrt auf kleinem oder großem Schiff, der auch die Stärken von Großschiffen mit mehreren Tausend Gästen beschreibt.
Das Wetter schreibt auf einer Expeditionskreuzfahrt das Programm
Auf einer Expeditionskreuzfahrt steht das Programm für den nächsten Tag selten so fest wie auf einer Reise von Hafen zu Hafen. Treibt Eis in die Bucht, die angesteuert werden sollte, oder frischt der Wind auf, entscheidet die Expeditionsleitung über Ort und Ablauf, oft erst am Morgen. Die Expeditionsleitung, auf Englisch Expedition Leader, organisiert alle Aktivitäten der Expedition, legt für jede Landestelle einen Landeplan fest und bewertet die Bedingungen vor Ort. Aus dieser Beweglichkeit entsteht der eigentliche Reiz einer Expedition, denn jeder Tag bringt Ihnen etwas, das sich nicht im Voraus planen ließ.
Trotz dieser Beweglichkeit hat ein Tag auf Expedition einen erkennbaren Rhythmus. Vor jeder Anlandung erklärt Ihnen das Expeditionsteam in einem Briefing, was Sie an der Landestelle erwartet, welche Tiere dort leben und warum an Land nichts zurückbleibt und nichts mitgenommen wird. Dann setzen die Gruppen nacheinander über, und Sie gehen an Land oder fahren mit dem Schlauchboot an Eis und Küste entlang. Zurück an Bord folgen Vorträge und Gespräche, in denen das Expeditionsteam das Erlebte nachbereitet und den nächsten Tag vorbereitet. Dazwischen verbringen Sie viele Stunden an Deck, mit dem Fernglas in der Hand und dem Blick auf Eis, Küste und Wasser.

Das Expeditionsteam aus Guides und Lektoren arbeitet unter der Expeditionsleitung. Die Guides begleiten Ihre Gruppe an Land und im Boot, die Lektoren sind Fachleute, die an Bord über die Natur und die Geschichte der Regionen vortragen, durch die das Schiff fährt. So verbindet eine Expedition das Erleben mit dem Verstehen: Was Sie an Land gesehen haben, ordnen die Vorträge an Bord ein. Auch die Forschung zieht Nutzen daraus: Die Artenlisten der Naturkundler an Bord gelten dem Arktis-Verband AECO als wertvoll, und als Citizen Science, Forschung unter Mitwirkung von Laien, können auf manchen Expeditionen auch Sie eigene Beobachtungen beitragen.
Das Werkzeug, das all das möglich macht, ist das Schlauchboot, nach einem Hersteller oft Zodiac genannt. Expeditionsschiffe tragen diese robusten, flachen Boote an Bord, und mit ihnen gelangen Sie dorthin, wo das Schiff nicht anlegen kann: an Kiesstrände, Felsküsten und Eisschollen. Liegt das Schiff vor der Küste auf Reede, also vor Anker ohne Pier, ist das Schlauchboot Ihr einziger Weg an Land. Auf anderen Kreuzfahrten übernimmt diese Aufgabe der Tender, ein Boot, das in Häfen ohne passende Pier zwischen Schiff und Land pendelt. Wie sich die Zeit an Land auf den verschiedenen Kreuzfahrtarten verteilt, beschreibt der Travel Guide zum Landgang auf einer Kreuzfahrt.
Antarktis und Arktis haben ihre beste Reisezeit in entgegengesetzten Sommern
Wenn in Europa die Tage kürzer werden, beginnt auf der Südhalbkugel die Zeit der Reisen in die Antarktis: der Südsommer, etwa von November bis März. Ihre Reise führt dann meist an die Antarktische Halbinsel, den Teil des Kontinents, der am weitesten nach Norden reicht. Adeliepinguine brüten an Land zwischen Oktober und Februar und bauen im Frühling der Südhalbkugel ihre Nester aus Kieselsteinen; bis Mitte November liegen meist zwei Eier im Nest, im Dezember schlüpfen die Küken. Im Januar, mit etwa drei Wochen, sind die Jungen groß genug, um allein zu bleiben, und im Februar tauschen sie ihr Daunenkleid gegen Federn. In den Gewässern ringsum fressen Buckelwale im Südsommer Krill, die kleinen Krebse, von denen ein großer Teil der antarktischen Tierwelt lebt.

Im hohen Norden kehrt sich der Kalender um. Spitzbergen, die Hauptinsel des norwegischen Archipels Svalbard, und Grönland bereisen Sie im Nordsommer. Auf Spitzbergen sind dann die tiefen Küstenlagen schneefrei, und es bleibt rund um die Uhr hell. Das Norwegische Polarinstitut beschreibt Juni, Juli und August als die Monate, in denen Säugetiere und Vögel an Land ein „hektisches Leben“ führen. Im Juni herrscht in den großen Kolonien der Krabbentaucher reges Treiben, in der zweiten Julihälfte verlassen die Küken der Trottellummen die Felsen. Die Svalbard-Rentiere bringen im Juni ihre Kälber zur Welt, und Eisbären zeigen sich im Sommer meist im Nordwesten und Norden Spitzbergens, wo sie der Eiskante folgen.
Auch in der Arktis gelten feste Regeln. Auf Svalbard wacht Sysselmesteren, die Gouverneursbehörde der Inselgruppe, über norwegische Umweltvorschriften, nach denen nur Schiffe mit höchstens 200 Passagieren an Bord die Nationalparks besuchen. In den Schutzgebieten gehen Sie gemeinsam mit einem Guide an Land, der Natur und Kulturerbe kennt, und zwar an festgelegten, kartierten Landestellen. Nach den Richtlinien der AECO sind außerhalb von Siedlungen höchstens 100 Gäste gleichzeitig im selben Bereich an Land, auf einen Guide kommen höchstens 20, und die Schiffe weichen einander an den Landestellen aus. So gleichen sich Nord und Süd: An Land sind Sie in kleinen Gruppen und mit kundiger Begleitung unterwegs. Die Tabelle stellt die Regeln von Antarktis und Arktis nebeneinander, dazu die der Galápagos-Inseln, die das nächste Kapitel vorstellt.
| Gebiet | Regel | Wert | Rechtsform |
|---|---|---|---|
| Antarktis | Gäste an Bord, wenn angelandet wird; Besucher gleichzeitig an Land; Guides; Schiffe je Landestelle | höchstens 500; höchstens 100, an manchen Landestellen weniger; mindestens einer je 20 Besucher; eines | Besucherrichtlinien des Antarktisvertrags und Regeln der IAATO |
| Svalbard (Spitzbergen) | Passagiere an Bord in den Nationalparks; Anlandung in Schutzgebieten | höchstens 200; nur mit Guide und nur an festgelegten Landestellen | norwegische Umweltvorschriften für Svalbard |
| Arktis außerhalb von Siedlungen | Passagiere gleichzeitig im selben Bereich an Land; Besucher je Guide; Schiffe je Landestelle | höchstens 100; höchstens 20; eines | Richtlinien des Verbands AECO für seine Mitglieder |
| Galápagos | Besuch der Schutzgebiete; Boote; Abstand zu Tieren | nur mit zugelassenem Naturführer; nur zugelassene Boote; mindestens 2 Meter | Regeln des Nationalparks Galápagos |
Lava statt Eis auf Galápagos, Regenwald statt Küste im Amazonas
Auf den Galápagos-Inseln heißt das Beiboot Panga, und am Ufer warten statt Eis schwarze Lava und weißer Sand. Die Inseln liegen rund 1.000 Kilometer vor der Küste Südamerikas, rund 97 Prozent ihrer Landfläche gehören zum Nationalpark Galápagos, und die UNESCO führt sie als Welterbe. Entsprechend klar ist der Rahmen: In den Schutzgebieten begleitet Sie ein Naturführer mit Lizenz der Parkverwaltung, und Sie reisen mit einem Veranstalter und einem Boot, die selbst eine Zulassung besitzen. An Land folgen Sie den markierten Wegen und bleiben mindestens zwei Meter von den Tieren entfernt; die Tiere werden nicht gefüttert und nur ohne Blitz fotografiert. Lebensmittel, Pflanzen und Tiere bringt niemand von außen auf die Inseln mit; darauf achten Inspektions- und Quarantänebeamte.

Auch im Amazonas reisen Sie nach dem Prinzip der Expedition, nur dass der Fluss die Küste ersetzt. Kleine Flussschiffe fahren dort mit wenigen Gästen in Schutzgebiete, und von Bord aus führen schmale Boote Sie in Seitenarme und überflutete Wälder, begleitet von Naturführern. Wie diese Flussexpeditionen funktionieren und worin sie sich von einer Flussreise in Europa unterscheiden, beschreibt der Travel Guide zur Luxus-Flusskreuzfahrt bis zur Flussexpedition im Amazonas. Expeditionsschiffe reisen außerdem in warme Gewässer, wo das Schlauchboot an Sandstränden und in felsigen Buchten anlegt und Sie im Badeschuh an Land gehen statt im Gummistiefel.
Die Polar Class zeigt, wie viel Eis ein Schiff verträgt
Fährt Ihr Schiff durch Treibeis, schiebt es die Schollen mit dem Bug beiseite, und Sie spüren, wie ein dumpfes Knirschen durch den Rumpf geht. Wie viel Eis ein Schiff verträgt, legt seine Eisklasse fest. Für Schiffe in Polargewässern hat die IACS, der Dachverband der Klassifikationsgesellschaften, die Bau und Zustand von Schiffen prüfen und bescheinigen, sieben Polar Classes definiert, von PC1 bis PC7. Die Klassen unterscheiden sich danach, zu welcher Jahreszeit und in welchem Eis ein Schiff fahren kann: in einjährigem Eis, das in einem einzigen Winter gewachsen ist, oder in mehrjährigem Eis, das mindestens zwei Sommer überdauert hat und dicker und fester ist. Die Tabelle zeigt fünf der sieben Stufen. PC3 und PC4 liegen dazwischen und sind für den ganzjährigen Einsatz in zweijährigem beziehungsweise dickem einjährigem Eis ausgelegt.
| Polar Class | Ausgelegt für |
|---|---|
| PC1 | ganzjährigen Einsatz in allen Polargewässern |
| PC2 | ganzjährigen Einsatz bei mäßigen Bedingungen in mehrjährigem Eis |
| PC5 | ganzjährigen Einsatz in mittlerem einjährigem Eis, das Einschlüsse alten Eises enthalten kann |
| PC6 | Einsatz in Sommer und Herbst in mittlerem einjährigem Eis, das Einschlüsse alten Eises enthalten kann |
| PC7 | Einsatz in Sommer und Herbst in dünnem einjährigem Eis, das Einschlüsse alten Eises enthalten kann |
Neben der Eisklasse gilt für Schiffe in Polargewässern der Polar Code der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation IMO, der über die großen Abkommen zur Schiffssicherheit (SOLAS) und zum Schutz der Meere (MARPOL) verbindlich ist. Jedes Passagierschiff, das in polaren Gewässern fährt, braucht danach ein eigenes Zeugnis und ein Handbuch, das beschreibt, was das Schiff im Eis leisten kann und wie die Besatzung es dort führt. Die Eisklasse beschreibt also, wofür ein Schiff gebaut ist; wo und wie viele Gäste an Land gehen, regeln die Besucherrichtlinien, die Verbände und die Behörden vor Ort. Für Ihre Reiseplanung zeigt die Eisklasse vor allem, in welchem Eis und zu welcher Jahreszeit ein Schiff unterwegs sein kann.
Zu jeder Anlandung gehören wasserdichte Schichten und saubere Stiefel
An Land gilt auf jeder Expeditionskreuzfahrt ein einfacher Grundsatz: Sie hinterlassen nichts und nehmen nichts mit. In der Antarktis halten Sie mindestens fünf Meter Abstand zu den Tieren, zu Pelzrobben 15 bis 25 Meter, gehen um Flächen mit Moos und Flechten herum und lassen Steine, Federn und Knochen, wo sie liegen. Eisbären beobachten Sie auf Svalbard aus mindestens 300 Metern, von März bis Juni aus 500 Metern, so lässt das Umweltgesetz der Inselgruppe den Bären ihre Ruhe. Private Drohnen kommen weder in der Arktis nach den Richtlinien der AECO noch an den Küsten der Antarktis nach den Regeln der IAATO zum Einsatz. Zum Schutz vor eingeschleppten Samen und Keimen reinigen Sie Kleidung, Rucksack und Schuhe vor der Reise, und vor und nach jeder Anlandung werden die Stiefel in einer Waschanlage gesäubert. Diese Regeln bewahren die Orte so, wie Sie sie erleben möchten.
Die Kleidung für eine Anlandung folgt dem, was draußen geschieht. Im Schlauchboot spritzt Wasser, deshalb tragen Sie über der Hose eine wasserdichte Überziehhose und über den wärmenden Schichten eine wind- und wasserdichte Jacke; Baumwolle lassen Sie besser zu Hause, weil sie Feuchtigkeit hält. Schnee und Eis werfen das Licht zurück, deshalb sind Sonnenbrille und Sonnenschutz in den Polargebieten so wichtig wie Mütze und Handschuhe. Parkas und Gummistiefel stellen Ihnen viele Reedereien für die Dauer der Reise leihweise bereit. Auf Expeditionen in warme Gewässer ersetzen stabile Badeschuhe oder Trekkingsandalen die Stiefel, denn dort beginnt die Anlandung oft im flachen Wasser.
Ins Schlauchboot steigt niemand allein. Crewmitglieder stehen an der Gangway, der Treppe außen am Schiffsrumpf, oder an der Plattform am Heck bereit und helfen Ihnen beim Übersetzen, Schritt für Schritt. Für Anlandungen und Bootsfahrten zählt vor allem, dass Sie sicher auf den Beinen sind und die Wege an Land aus eigener Kraft gehen. Wie bewegt eine bestimmte Expedition ist, lesen Sie vorab in der Beschreibung von Gelände, Bootsfahrten und Tagesablauf.
Wir reisen ins Eis und zwischen die Inseln von Galápagos
Bei Signature Kollection Travel beginnt die Wahl eines Expeditionsschiffs mit der Frage, wohin es Sie zieht: ins Eis oder auf die Inseln am Äquator. Mit rund 180 bis 250 Gästen reisen die hochseegängigen Expeditionsschiffe in unserem Angebot. Die HANSEATIC nature ist nach Polar Class 6 gebaut und reist mit höchstens 230 Gästen; ein Expeditionsteam begleitet die Reisen, und über eine Marina am Heck, eine Plattform dicht über dem Wasser, steigen Sie in die Schlauchboote. Le Commandant Charcot trägt Polar Class 2 und ist damit für den ganzjährigen Einsatz bei mäßigen Bedingungen im mehrjährigen Eis ausgelegt; sie bietet Platz für höchstens 245 Gäste in 123 Kabinen und Suiten. Alle weiteren Schiffe stehen in unserer Übersicht der Kreuzfahrten.

Eine Expedition im Kleinen ist die andBeyond Galapagos Explorer, eine Yacht für zwölf Gäste in vier Kabinen und zwei Suiten, die im Nationalpark Galápagos mit Naturführern unterwegs ist und sich auch als Ganzes chartern lässt. Mit den Beibooten der Yacht, den Pangas, gehen Sie in kleiner Gruppe an Land. Auf unserer Rundreise durch Ecuador bis zu den Galápagos wird die Galapagos Explorer zur Etappe Ihrer Landreise, von Quito in den Anden über den Nebelwald von Mashpi bis an Bord der Yacht. Häuser und Routen in Ecuador stellt unsere Seite zu Ecuador und Galápagos vor.
Auch die Reise ins Eis lässt sich mit dem Land verbinden. Die Antarktische Halbinsel ist von den Häfen Südamerikas aus in wenigen Tagen erreichbar; zu den wichtigsten Ausgangshäfen zählen Ushuaia an der Südspitze Argentiniens und Buenos Aires, dazu Punta Arenas in Chile. Chile und Argentinien entdecken Sie so vor oder nach der Expedition auf einer Landreise. Unsere Chile-Rundreise von der Atacama bis nach Patagonien führt von der Wüste im Norden über Santiago und den Nationalpark Torres del Paine bis in das Seengebiet bei Pucón, wo das andBeyond Vira Vira liegt. Die Rundreise zwischen Tango, Pampas und Wasserfällen verbindet Buenos Aires mit den Wasserfällen von Iguazú. Mehr zu beiden Ländern zeigen unsere Seiten zu Chile und Argentinien. Signature Kollection Travel ist Reiseveranstalter: Expedition, Flug und die Landreise davor oder danach erhalten Sie bei uns aus einer Hand. Auf unserer Seite Über Signature Kollection Travel beschreibt Gründer Shahab Kamali Luxus- und Expeditionskreuzfahrten als Reisen, die ihm besonders am Herzen liegen.
Am Ende einer Expeditionskreuzfahrt bleibt Ihnen oft ein Bild, das mit der Zahl vom Anfang zusammenhängt: ein Strand, an dem nur Ihre Gruppe steht, ein Guide, der Zeit für jede Frage hat, und Tiere, die ihren Tag weiterleben, während Sie zuschauen. Das Boot bringt Sie zurück zum Schiff, die nächste Gruppe steigt ein, und am Ufer ist es so still wie zuvor. Auf Galápagos ist es eine Panga mit zwölf Gästen, in der Antarktis ein Schlauchboot nach dem anderen. Hundert Menschen an Land sind keine Einschränkung Ihrer Reise, sondern der Grund, warum sie so ruhig verläuft.
Eine Expedition, die an Land weitergeht
Erzählen Sie uns, ob es Sie ins Eis der Polargebiete zieht oder zu den Inseln von Galápagos, und wie viel Zeit Sie an Land verbringen möchten. Wir schlagen Ihnen passende Expeditionsschiffe vor und verbinden die Reise auf Wunsch mit einer Landreise davor oder danach. Als Reiseveranstalter planen wir Expedition, Flug und Landreise für Sie aus einer Hand. Jede Reise wird individuell kalkuliert.
Häufige Fragen zur Expeditionskreuzfahrt
Was ist eine Expeditionskreuzfahrt?
Eine Expeditionskreuzfahrt ist eine Schiffsreise in entlegene Natur, etwa in die Antarktis, die Arktis oder auf die Galápagos-Inseln. Das Programm richtet sich nach Wetter, Eis und Tieren, und die Expeditionsleitung legt es oft erst kurz vorher fest. Schlauchboote bringen Sie an Küsten ohne Hafen, Guides begleiten Sie an Land, und Vorträge an Bord ordnen ein, was Sie gesehen haben.
Wie viele Gäste gehen in der Antarktis gleichzeitig an Land?
Höchstens 100 Gäste eines Schiffs sind in der Antarktis gleichzeitig an einer Landestelle an Land, an manchen Stellen weniger. Die IAATO hat diese Zahlen in ihren Regeln verankert, und die Besucherrichtlinien des Antarktisvertrags bestimmen sie Landestelle für Landestelle. Anlandungen bieten nur Schiffe mit höchstens 500 Passagieren an, an jeder Landestelle liegt nur ein Schiff, und auf je 20 Gäste kommt mindestens ein Guide.
Wann ist die beste Reisezeit für die Antarktis und für die Arktis?
Die Antarktis bereisen Sie im Südsommer, etwa von November bis März; im Dezember schlüpfen die Küken der Adeliepinguine, im Februar wechseln sie ins Federkleid. Spitzbergen und Grönland bereisen Sie im Nordsommer, auf Spitzbergen ist es dann rund um die Uhr hell. Im Juni herrscht in den großen Kolonien der Krabbentaucher reges Treiben.
Was macht das Expeditionsteam?
Das Expeditionsteam aus Guides und Lektoren arbeitet unter der Expeditionsleitung, die nach Wetter, Eis und Tieren festlegt, wo und wie angelandet wird. Vor jeder Anlandung erklärt das Expeditionsteam in einem Briefing, was Sie erwartet. Die Guides begleiten Ihre Gruppe an Land und im Schlauchboot, die Lektoren halten an Bord Vorträge über Natur und Geschichte der Regionen.
Was zieht man bei einer Anlandung an?
Bei einer Anlandung in den Polargebieten tragen Sie mehrere Schichten, darüber eine wind- und wasserdichte Jacke und eine wasserdichte Überziehhose gegen Spritzwasser im Schlauchboot. Mütze, Handschuhe, Sonnenbrille und Sonnenschutz gehören dazu. Parkas und Gummistiefel stellen viele Reedereien leihweise bereit, in warmen Gewässern genügen Badeschuhe oder Trekkingsandalen.
Welche Voraussetzungen braucht eine Expeditionskreuzfahrt?
Die wichtigste Voraussetzung für eine Expeditionskreuzfahrt ist, dass Sie sicher auf den Beinen sind und die Wege an Land aus eigener Kraft gehen. Beim Übersetzen ins Schlauchboot hilft Ihnen die Crew. Wie bewegt eine Expedition ist, zeigt die Beschreibung von Gelände, Bootsfahrten und Tagesablauf vorab.



