Wenn Sie der Odyssee geografisch folgen und zugleich sehen möchten, was die Grabung tatsächlich zeigt, führt der Weg nach Pylos. Nördlich der Hafenstadt im Südwesten der Peloponnes liegt auf dem Hügel Ano Englianos ein mykenischer Palast. Die wichtigsten Sätze über diesen Ort stehen nicht im Epos, sondern auf Tontafeln, die ein Brand am Ende des 13. oder zu Beginn des 12. Jahrhunderts v. Chr. gehärtet hat. Die Ephorie von Messenien beschreibt die Anlage als Verwaltungszentrum eines Reiches, das im 13. Jahrhundert nahezu die ganze Landschaft umfasste. Linear B, die älteste bekannte griechische Schrift, listet Öl, Wein, Vorräte und Rationen. Wer diese Listen liest, trifft eine Palastwirtschaft.
Die Verbindung zu Homer bleibt eine begründete Zuordnung. In Ilias und Odyssee erscheint Nestor als König des sandigen Pylos. Carl Blegen und Konstantinos Kourouniotis begannen 1939 mit der Freilegung. Das Nationale Archäologische Museum in Athen hat Palast und Tafeln als Königreich dargestellt, das kurz nach 1300 v. Chr. gebaut und um 1200 v. Chr. aufgegeben wurde. Im Erdgeschoss lagen mehr als hundert Räume. Das Archiv, in dem die ersten Linear-B-Tafeln des Festlands gefunden wurden, lag nahe dem Eingang. Was sie enthalten, ist Buchhaltung eines Palastes, der nach dem Brand nicht wieder aufgebaut wurde.
Warum der Palast bei Pylos anders wirkt als Mykene
Kennen Sie Mykene im Nordosten der Peloponnes, erwarten Sie eine Ringmauer aus sehr großen Steinen. Ano Englianos hatte in der Blütezeit keine solche Mauer. Der Komplex besteht aus Hauptpalast, einem südwestlichen Bau, einem Weinmagazin und einem nordöstlichen Werkstatt- oder Waffenbau. Zum Hauptgebäude gehören ein Thronraum mit rundem Herd, ein Bad mit tönerner Wanne, Magazine und Archive. Wandmalereien schmückten die wichtigen Räume, darunter die Darstellung eines Leierspielers. Der Palast wirkt deshalb weniger wie eine Festung und mehr wie ein verwaltetes Haus, dessen Vorräte und Ämter auf Ton festgehalten wurden.
Unterhalb des Hügels lag die Siedlung. In geringer Entfernung wurden Kuppelgräber und das Griffin-Warrior-Grab gefunden, westlich ein Friedhof mit Kammergräbern. Das Kriegergrab wurde 2015 von einem Team der University of Cincinnati freigelegt. Es enthielt Waffen, Rüstungsteile und goldene Ringe und zeigt eine Elitebestattung in der Nähe des Palastes. Die Funde gehören zur gleichen Zeit wie die Tafeln, erklären aber eine andere Seite desselben Orts. Wer nur die Palasträume sieht, trifft die Verwaltung. Wer das Grab dazu nimmt, trifft die Bestattung eines einzelnen Mannes neben dieser Verwaltung.
Von Athen nach Pylos führt die Straße über die Peloponnes, eine Fahrt von mehreren Stunden durch das Innere der Halbinsel. Eine Übernachtung in der Bucht von Navarino gibt dem Palast einen eigenen Vormittag. Möchten Sie am selben Weg Mykene oder Korinth ergänzen, brauchen Sie dafür zusätzliche Zeit, weil beide Orte nördlich liegen und den Tag teilen würden.
Drei verschiedene Altertümer in Eleusis, Pylos und Lindos stellt den Westen neben Attika und Rhodos. Die Wege dorthin sind verschieden und addieren sich nicht zu einem gemeinsamen Vormittag.
Ithaka als benannte Insel der Odyssee
Ithaka, heute Ithaki, liegt im Ionischen Meer westlich des Festlands, östlich der größeren Nachbarinsel Kephalonia. Seit der Antike gilt sie als Heimat des Odysseus. Die Princeton Encyclopedia of Classical Sites hält fest, dass schon antike Autoren die heutige Insel mit dem Ithaka der Epen gleichsetzten und dass Grabungen seit 1930 diese Identifikation gestützt haben. Gestützt heißt, dass Bronzezeitfunde, Heiligtümer und spätere Weihungen auf derselben Insel liegen, deren Name die Dichtung verwendet. Es heißt nicht, dass jede Bucht der Odyssee nachgewiesen ist.
In einer Höhle an der Bucht von Polis im Nordwesten fanden sich Gegenstände von der Bronzezeit bis in römische Zeit, darunter geometrische Dreifüße. Die Höhle war ein Nymphenheiligtum. Eine Maske aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. nennt den Namen des Odysseus. Vathy, der Hauptort an einer tiefen Bucht der Ostseite, wird mit dem Hafen Phorkys in Verbindung gebracht. Die Grotte Marmarospilia gilt als mögliche Nymphengrotte der Dichtung, die Ebene von Marathia als mögliche Lage der Ställe des Eumaios. Das sind Vorschläge der Forschung, keine Wegweiser zu einer nachgestellten Heimkehr.
Homer nennt ein Seegebiet aus vier Inseln, Ithaka, Dulichion, Same und Zakynthos. Welche Nachbarinsel Same war, ist streitig. An den Hängen des Aetos liegt ein Heiligtum mit geometrischer und korinthischer Keramik. In Vathy gibt es ein kleines Museum mit Funden von der Insel, darunter Stücke aus der Höhle an der Bucht von Polis. Die Insel ist per Fähre erreichbar, häufig über Kephalonia oder das westgriechische Festland, und lässt sich in wenigen Stunden umfahren. Ein voller Tag auf Ithaka reicht für Vathy, eine Fahrt zur Polis-Bucht und einen Halt am Aetos. Die Anreise mit der Fähre braucht zusätzlich den Ankunftstag. Wenn Sie die Tafeln von Pylos und die benannte Insel hintereinander sehen möchten, planen Sie zwei getrennte Aufenthalte statt eines einzigen Tages mit Fähre.
Beginnen Sie in Athen und fahren später nach Pylos und Ithaka weiter, trennen Sie die Stadtnächte vom westlichen Meer. THE DOLLI at Acropolis ist ein Boutiquehotel mit 46 Zimmern, Appartements und Pieds-à-terre in der Mitropoleos-Straße. Das restaurierte Gebäude liegt im Zentrum. Vom Restaurant auf dem Dach blickt man auf die Akropolis. Für die ersten Tage in der Stadt können Sie von dort zu Fuß zur Akropolis gehen, bevor die Fahrt über die Peloponnes beginnt. Rhodos liegt auf der anderen Seite der Ägäis. Lindos und die Johanniterstadt gehören zu Helios und zu einer mittelalterlichen Festung. Lindos und die mittelalterliche Stadt auf Rhodos hält diese Trennung fest. Möchten Sie beide Meere verbinden, planen Sie einen Flug und zwei getrennte Abschnitte.
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